Krachende 18:28-Niederlage gegen Göppingen

 

„Das war ganz arg schlecht.“ Dem brauchte und wollte Trainer Christoph Lahme von der HG Oftersheim/Schwetzingen nach der Jugend-Bundesliga-Handball-Partie gegen FA Göppingen nichts weiter hinzufügen. Die von ihm und Julian Zipf betreuten Jungs hatten gerade mit 18:28 (11:14) krachend verloren. Und besondere Kritik zog die aus heimischer Sicht torarme Phase vom 11:11 (28.) bis 15:25 (54.) auf sich. Nur vier Tore in dieser Zeit waren einfach zu wenig, um in irgendeiner Form zu bestehen.

Dabei begann das Match nicht einmal schlecht. Mit Ersten, Zweiten Wellen, notfalls über die Schnelle Mitte und mit viel Effizienz hatten die Coaches gefordert, sollte die HG zum Erfolg kommen. Doch es zeigte sich schnell, dass sich die Abwehrreihen gegenseitig zu langen Angriffen zwangen. Dabei hatte der Gastgeber mit seinen zahlreichen Balleroberungen und gut herausgespielten Kombinationen die absolut besseren Möglichkeiten, optisch ein totales Übergewicht. Doch bei Pfosten, Latte oder Göppinger Tormann war dann meistens Schluss. Übrig blieb ein magere 6:6 nach rund 20 Minuten. Lahme und Zipf ließen nun die Abwehr – erst auf 5:1, dann im 3:2:1 – offensiver ausgerichtet rausrücken, was aber nur zu einer beidseitig erhöhten Torfolge führte.

Es gab zwar ein paar durchaus strittige Situationen, die vom Schiedsrichtergespann und dem HG-Lager extrem unterschiedlich beurteilt wurden. Spielmacher Steven Beck, der nach Blinddarm-Operation immer noch zuschauen muss, urteilte: „Das demoralisiert einen schon.“ Aber die sollten am Ende dann nicht mehr als Erklärungsansatz für die Niederlage, als Ausrede dienen. Hoffnung versprach, dass auch die Schwaben nach der Pause sechs Minuten brauchten, um den nächsten Treffer zu setzen, dann aber weiter durchzogen. Dagegen zeigte sich Oftersheim/Schwetzingen nur noch in weiten Abständen treffsicher. Nach dem 15:19 (44.) gab es gar eine zehnminütige Torflaute. Taktische Maßnahme wie der siebte Feldspieler, eine Fünf-plus-Eins-Deckung gegen David Knezevic sowie das Agieren mit zwei Kreisläufern, nötigten FAG-Trainer Gerd Römer nur eine kurze Auszeit ab, um seine Männer darauf einzustellen und zum Sieg zu führen. Insgesamt versemmelte der Hausherr 20 Angriffe alleine im zweiten Durchgang.

HG: Steinbach, Grab; Zacharias (2), Schleidweiler (1), Seidenfuß, Kern (1), Zimprich, Clarius (8/4), Trunk, Nasgowitz (3), Thüre, Polifka, Haase (3).             mj