„Vor dem Spiel hätte ich gesagt, dass ein Unentschieden zu wenig ist“, meinte Julian Zipf, der den abwesenden HG-Trainer Christoph Lahme vertrat. Doch am Ende musste er nach dem Verlauf der Partie zugeben, dass Oftersheim/Schwetzingen mit der Punkteteilung in der Jugend-Bundesliga Handball gegen den TV Hochdorf zufrieden sein müsse.

Denn erst hatte Lukas Zacharias einen an Jacob Clarius verursachten Siebenmeter zum 22:22 (9:12)-Endstand verwandelt, dann wehrte Torwart Florian Steinbach noch einen letzten Hochdorfer Wurfversuch ab. Zwei, drei individuelle – und unnötige – Fehler hatten in dne finalen Zeigerumdrehungen zuvor mehr vereitelt.

Schon der Start in die Begegnung verlief wenig verheißungsvoll. Ohne den etatmäßigen Spielmacher Steven Beck schien die absolute Abstimmung noch nicht ganz 100-prozentig zu stimmen. Im Gegenzug kamen die Pfälzer via Schnellangriffe und den Kreis zu einem 4:1 (5.), welches Zipf und sein Trainer-Kollege Thomas Herr mit einer Auszeit quittierten. Ab diesem Zeitpunkt blieb die Partie (aus Sicht der Hausherren „nur“) im Gleichgewicht, denn besonders das gegnerische Anspiel an den Kreisläufer blieb bis zum Schluss eine Achillesferse in der Deckung der HG.

Nach dem Seitenwechsel schien sich das Blatt aber umgehend in die von Heimseite gewünschte rechte Richtung zu wenden. Zweimal Raul Seidenfuß, dazwischen Zacharias mit einem Steal und nachfolgendem Konter – der Gleichstand war erreicht, es war am TVH Grün auszuspielen. Da waren gerade einmal 148 Sekunden der zweiten Hälfte absolviert. Danach verlief die Begegnung wieder ziemlich auf Augenhöhe (14:16, 17:16, 21:20). Ebenfalls viele persönliche Stockfehler, meist ohne Not, sorgten beidseitig dafür, dass kein Team sich in dieser Zeit vorentscheidend abzusetzen vermochte und gipfelte in der geschilderten spannungsgeladenen Schlussphase mit dem wohl gerechten Spielausgang.

Herr haderte anschließend mit den gesehenen Ballverlusten und kündigte umgehend entsprechende Maßnahmen für die nächsten Trainingseinheiten an, schließlich sei noch nichts verloren. Auch Zipf sah in der „gefühlten Niederlage keinen Weltuntergang, wir müssen einfach weiterarbeiten“.

 

HG: Steinbach, Grab; Zacharias (7/3), Schleidweiler, Seidenfuß (2), Kern (1), Zimprich (1), Clarius (8/5), Trunk, Haase (1), Nasgowitz (1), Thüre, Polifka (1), Aslan. mj