A-Jugend verliert in Konstanz

Nichts wurde es aus dem Vorhaben mit 4:0 Punkten in die verlängerte Weihnachtspause der Jugend-Bundesliga Handball zu gehen. Die HG Oftersheim/Schwetzingen verlor bei der HSG Konstanz mit 23:30 (11:12) und war somit nicht in der Lage, ihren Vorrundenerfolg vom Bodensee zu wiederholen. Dabei war die personelle Ausstattung besser als in der Vorwoche. Aber es war manchen Akteuren anzumerken, dass sie noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer vorherigen Kräfte waren.

Die mit spielentscheidende Szene passierte für HG-Coach Christoph Lahme nach seiner Auszeit in der 53. Minute. Florian Wangler hatte gerade das 21:20 für Konstanz erzielt. Die Gäste führten die Schnelle Mitte aus und Raul Seidenfuß zog aus halbrechter Position ab. Doch in diesem Moment ertönte das Timeoutsignal – und der Ball flog ohnehin über die Latte. Lahme stellte seine Männer auf die finalen Minuten ein, die Schiedsrichter pfiffen an und nach nur zwei Pässen den HG-Ballbesitz wegen „Zeitspiels“ bei nun erhobenen Arm wieder ab. Wangler konterte in der nun vorherrschenden HG-Konfusion über den Kreis zum 22:20.

Durch diese in seinen Augen Fehlentscheidung sah Lahme sein Team nun „im Angriff verunsichert“, auch weil die zuvor treffsicheren Außen schon einige Male am nun stärkeren HSG-Keeper Tim Luca Bammel gescheitert waren. Mark Kern verkürzte zwar noch einmal, dann gelang aber vorne bei Oftersheim/Schwetzingen nicht mehr viel. Auch der Einsatz eines siebten Feldspielers sowie eine extrem vorgezogenen Deckungsweise halfen auch nicht mehr, das Ruder herumzureißen. Konstanz traf im Schlussspurt dafür ein ums andere Mal.

Generell hatte Oftersheim/Schwetzingen es versäumt, sich vor der Pause deutlicher vom Gegner zu distanzieren (3:6, 5:8). Möglichkeiten dazu gab es zuhauf. Alleine drei Siebenmeter wurden verworfen. „Wir sind im Angriff nicht genug in die Tiefe gegangen“, meinte dazu noch HG-Trainer Thomas Herr, auch sei die Deckung nicht so präsent gewesen wie gewohnt und abgesprochen. Auch als Konstanz‘ Topscorer Wangler (12/4) an die kurze Leine gelegt worden war, die Kreise von Spielmacher Nico Koch eingeengt waren, blieb noch zu viel Raum für die restlichen Angreifer vom Seerhein.

HG: Grab, Steinbach; Zacharias (7/1), Schleidweiler (3), Seidenfuß (1), S. Beck (5/2), Kern (2), Zimprich (3), Clarius (1), Trunk, Haase, Thüre (1), Polifka. mj