Nach dem engen Rennen um den vierten Rang in der Südstaffel der Jugend-Bundesliga Handball, welches knapp die SG Pforzheim/Eutingen für sich entschieden hat, geht es für die HG Oftersheim/Schwetzingen nun mit der so bezeichneten Pokalrunde weiter. Erster Gegner ist der VfL Günzburg, bei dem die HG zum Vorrundenauftakt gewonnen hatte.

Auf die Frage, ob sich die Spieler als Fünfter der Südstaffel, als jener der knapp den Einzug in die Meisterrunde verpasst hat, sich automatisch mannschaftsintern das Ziel gesetzt hat, nun in der Pokalrunde Erster zu werden, wollten die HG-Akteure dies zunächst nicht bejahen. Doch dann merkte einer aus dem Mannschaftsrat an: „Eigentlich schon, zumindest indirekt, denn wir wollen einfach alle Spiele gewinnen, das haben wir uns vorgenommen.“ Doch ein Blick auf die Konkurrenz zeigt die Schwierigkeit dieses Vorhaben auf.

Insgesamt haben es vier Nicht-Bundesligisten in die Meisterrunde der besseren 16 geschafft, zwei davon aus dem Süden. Aber etliche mehr HBL-Mitglieder (14) blieben indes auf der Strecke, darunter so namhafte Clubs wie THW Kiel, TSV Burgdorf, Bergischer HC und Hüttenberg sowie besonders Göppingen und Bittenfeld im Süden. Außerdem kommen als verbliebene HG-Gegner Hochdorf, Konstanz und eben Günzburg hinzu. Bereits errungene Punkte werden nicht mitgenommen. Es geht wieder bei null los. Und der schwäbisch-bayrische VfL, also der kommende Kontrahent, hat sich im Laufe der Runde gesteigert.

Dessen Trainer Stefan Hofmeister muss aber immer darauf Rücksicht nehmen, wo seine Jungs gerade eingesetzt werden. Denn fast alle sind Stammspielern in Männerteams – nicht nur bei Günzburg. Und je nach aktueller Aufstellung oder Verfügbarkeit, variiert der Auftritt seiner Truppe, kann aber immerhin einen Sieg über Göppingen sein eigen nennen.

Auch HG-Coach Christoph Lahme weist eine automatische Favoritenrolle weit von sich und seiner Truppe weg. Nein, Favoriten sind wir auf keinen Fall.“ Sein „Co“ Thomas Herr ergänzt: „Wir müssen erst mal wieder die vorherige Leistung auf die Platte bringen. Es fängt alles wieder bei null an.“

HG Oftersheim/Schwetzingen – VfL Günzburg (Sonntag, 13 Uhr, Karl-Frei-Halle Oftersheim)