A1 vergisst das Torwerfen

Trotz einer Reihe verletzter und angeschlagener Leistungsträger war die A-Jugend mit einer guten Einstellung und topmotiviert zur Jugend-Bundesliga-Handballpartie (JBLH) in Göppingen angetreten. Doch am Ende musste sie mit einer 24:31 (12:15)-Niederlage die Heimfahrt zurücklegen. Dabei waren sich alle einig, dieser Ausrutscher war unnötig und überflüssig. Angesichts des hohen Endergebnisses mag dies verwunderlich erscheinen. Die zwei wichtigen Punkte im Kampf um die begehrten Plätze der kommenden Meisterschaftsrunde wurden jedenfalls nicht mit in die Kurpfalz genommen.

„Wir haben zwei Siebenmeter und jeder Menge Konter einfach weggeworfen“, legte Trainer Christoph Lahme den Finger in die Wunde. Häufig wurde verpasst, sich deutlicher vom Gastgeber abzusetzen, trotz bester Möglichkeiten. Und bei 24:23 (53.) waren alle Möglichkeiten noch offen. Doch dann lief im Angriffsverhalten praktisch alles schief. Mit zunehmendem Rückstand wurde mehr Risiko gegangen und nicht belohnt, die Zeit lief zugunsten der Schwaben von der Uhr herunter.

Gerade in den ersten zehn Minuten zeigte der Gast, warum er momentan unter den besseren Mannschaften der laufenden JBLH-Runde einzuordnen ist: Durch eine starke Abwehrleistung wurde der Hausherr mehrfach ins Zeitspiel und somit zum schnellen und nicht erfolgreichen Abschluss gezwungen. Aber anstatt die Führung (5:2/11.) weiter auszubauen, wurde der verunsicherte Gegner gestärkt – reihenweise wurden beste Torchancen vergeben und die Anzahl eigener technischer Fehler wuchs. Die Schwaben übernahmen jetzt die Kontrolle und gingen mit drei Toren Vorsprung in die Halbzeitpause.

Zu Beginn von Abschnitt zwei zeigte die HG nochmals Kampfeswillen, glich in der 35. Minute aus (15:15). Aber wie in Durchgang eins verhinderte die eigene Abschlussschwäche und die Wiederholung technischer Fehler einen möglichen Punktgewinn. Zwar gelang es – bis zum 23:24 (33.), den Gegner nicht enteilen zu lassen, doch in den letzten Minuten wurde dem harten Kampfspiel Tribut gezollt, so dass das Göppinger-Team den Sieg ungefährdet ins Ziel brachte.

Auch die Spieler zeigten sich zerknirscht und einsichtig. So meinte stellvertretend Till Nasgowitz: „ wir hätten unsere Chancen nicht einfach so liegen lassen dürfen.“ Jetzt kommt es zum großen Aufeinandertreffen mit dem Spitzenreiter der Südstaffel, den Rhein-Neckar-Löwen von Kronau/Östringen (Samstag, 18 Uhr, Karl-Frei-Halle Oftersheim). Da sollte es dann besser laufen. Denn mit den teilweise unerwarteten oder überraschenden Ergebnissen vom Wochenende sind die Plätze zwei bis vier enger zusammengerückt – und vier Verfolger lauern mit geringem Abstand auf ihre Chance.

HG: Steinbach, J. Beck;Zacharias (5), Kern (1), Schleidweiler (2), S. Beck (1), Haase (6), Thüre (3), Zimprich, Polifka (2), Clarius (3), Trunk, Grausam, Nasgowitz (1).    jb/mj