Oftersheim/Schwetzingen spielt künftig in einer „BWOL deluxe“

Die Drittliga-Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen, ihre Anhänger und Funktionäre dürfen sich, wenn die Planungen des Deutschen Handballbundes (DHB) aufgehen, auf eine durchaus interessante Spielzeit 2020/21 freuen. Details davon waren bereits am späten Samstagabend durch Indiskretionen bekannt geworden. Wie jetzt die Liga-Kommission des DHB in ihrer Sitzung am Samstag beschloss  ist dabei ein Rundenstart ab dem 3. Oktober angepeilt – mit Zuschauern.

Doch dabei schränkten die Verantwortlichen um ihren Vorsitzenden Horst Keppler ein, dass die Publikumsanwesenheit zwar ausdrücklich gewünscht sei, aber es auch gelte, „wie es die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie ermöglicht und entsprechende Hygienekonzepte vorliegen“. Allgemein erwarten die Planer angesichts der Krankheitswelle eine Spielzeit mit gewissen Ungewissheiten und die großen Herausforderungen, die es zu bewältigen gelte. So soll bei auftretenden Schwierigkeiten möglichst schnell und flexibel reagiert werden.

Auch die Auf- und Abstiegsregeln wurden vorformuliert. Zwei der vier Staffelsieger der Männer dürfen in die 2. Bundesliga, drei der fünf bei den Frauen. In die Oberligen zurück müssen nach Rundenschluss jeweils 16 Teams. Es werden also wohl noch Relegationen nach regulärem Saisonschluss ausgetragen werden müssen.

Alte Bekannte – wenige Frischlinge

Die HG-Jungs werden nach ihrem Ausflug in die Gefilde des Ostens und der Mitte Handball-Deutschlands nun wieder im angestammten Süden auf Tor- und Punktejagd gehen. Dabei treffen sie überwiegend auf alte Bekannte und ein paar neue Herausforderer. Die Spielkommission hat der HG quasi eine „BW-Oberliga deluxe“ serviert mit drei Gästen. Dies sind der bayerisch-schwäbische Neuling VfL Günzburg (bei Oftersheim/Schwetzingen bestens bekannt durch die gemeinsamen Zeiten in der Jugend-Bundesliga), der fränkische Bundesliga-Unterbau des HC Erlangen sowie Bayernmeister und Aufsteiger HaSpo Bayreuth. Der südbadische Teilbereich wird von Konstanz II und Willstätt vertreten. Die Württemberger stellen mit sieben Teams das Gros des Teilnehmerfeldes. Bis auf den TSV Blaustein sind das alles Mannschaften mit denen Oftersheim/Schwetzingen zwischen 2. Liga und Oberliga schon die Klingen gekreuzt hat.

Aber die größte handballerische Dichte bietet mit sechs Startern der (nord)-badische Verband, die allesamt gemeinsam in dieser Gruppe vereint sind. So die beiden Pforzheimer Konkurrenten TGS und SG Pforzheim/Eutingen und die zweite Mannschaft der Rhein-Neckar-Löwen aus Östringen und Kronau. Und das Salz in der Suppe mit den Hirschberger Ortsrivalen TVG Großsachsen sowie SG Leutershausen darf auch nicht fehlen. Für packende Derby ist der Festtagstisch gerichtet. Nun hofft alles nur noch auf die passenden äußeren Bedingungen.

Alle in einer Staffel

HG-Chef Peter Knapp sieht auch aus seiner Sicht als Vorsitzender von „Handball BW“ sehr positiv. Der badische Verbandspräsident meint: „Es freut mich, dass alle Baden-Württemberger mal wieder in einer Staffel zusammen sind! Außerdem drücke ich die Daumen, dass wir diesen mächtigen Terminplan ohne weitere Unterbrechungen / Störungen so durchziehen können. Der wird an vielen Stellen Zugeständnisse / Kompromisse der Vereine untereinander fordern.“

Dauerkartenvorverkauf startet

Weil Einteilung und Saisonstart feststehen, startet die HG nun auch den Dauerkartenverkauf. HG-Fans können sich ab sofort ihren Sitzplatz in der Nordstadthalle reservieren. Ansprechpartner ist Michael Seidlung, Telefon 06202/52036, oder unter tickets@hghandball.de. Da noch nicht feststeht, inwieweit Zuschauer bei den Spielen erlaubt sein werden und ob möglicherweise die Zahl der vor Ort erlaubten Fans begrenzt ist, werden Dauerkarten-Inhaber natürlich bevorzugt behandelt. Sollten aufgrund einer sich wieder zuspitzenden Pandemie-Lage Spieltage ausfallen, erhalten die Inhaber einer HG-Dauerkarte ihr Geld selbstverständlich anteilig zurück.

Die zukünftigen 18er Staffeln im Überblick

Süd: HaSpo Bayreuth, HC Erlangen II, VfL Günzburg, TSV Blaustein, HSG Konstanz II, HBW Balingen-Weilstetten II, VfL Pfullingen, TV Plochingen, SVS Kornwestheim, HC Oppenweiler/Backnang, TSB Horkheim, SG Pforzheim/Eutingen, TGS Pforzheim, TV Willstätt, Rhein-Neckar-Löwen II, TVG Großsachsen, SG Leutershausen, HG Oftersheim/Schwetzingen.

Mitte: HSG Krefeld, Longericher SC, TuS Opladen, HC Bergische Panther, Leichlinger TV, VFL Gummersbach II, HSG Wetzlar II, TV Gelnhausen, HSC Bad Neustadt, HSG Hanau, HSG Rodgau Nieder-Roden, TV Kirchzell, TSG Groß-Bieberau/Modau, TV Hochdorf, TSG Haßloch, TuS Dansenberg, SV Zweibrücken.

Nordwest: OHV Aurich, TV Cloppenburg, ATSV Habenhausen, TuS Vinnhorst, HSV Hannover, HHB Burgwedel, Minden II, TuS Nettelstedt-Lübbecke II, TuS Spenge, HBV Lemgo II, Ahlener SG, ASV Hamm II, SG Menden, VfL E Hagen, TuS Volmetal, SG Schalksmühle/Halver, GSV E Baunatal, Gensungen/Felsberg.

Nordost: TSV Burgdorf II, VfL Potsdam, Stralsunder HV, Mecklenburger Stiere Schwerin, Füchse Berlin Reinickendorf II, Oranienburger HC, HCE Rostock, SC Magdeburg II, Eintracht Hildesheim, HG Hamburg Barmbek, SVA Bernburg, HC Burgenland, SC DHfK Leipzig II, Northeimer HC, HSG Harde, TSV Altenholz, MTV Braunschweig, HSG Neustadt/Grömitz.