Es hat bei den meisten Mannschaftssportarten eine gewisse Tradition, beim letzten Heimspieltermin scheidende Sportler zu verabschieden. So auch bei den Drittliga-Handballern der HG Oftersheim/Schwetzingen. Doch aus den bekannten Gründen fiel dieser Termin vor gefüllter Tribüne dieses Jahr ins Wasser.

Aber so ganz ohne wollten die HG-Funktionäre ihre verdienten Jungs nicht von dannen ziehen lassen. Mitglieder des Vorstands, sportlicher Leiter Martin Schmitt und Teammanager Simon Förch ließen es sich nicht nehmen, den Abgängern für ihren Einsatz im HG-Trikot zu danken. Sie hätten sehr engagiert dazu beigetragen, Oftersheim/Schwetzingen voran zu bringen, meinte Schmitt, hätten sich mit „viel Herzblut“ eingebracht. Aber die kleine Feierstunde im Schulhof bei der Nordstadthalle nur im teaminternen Kreis unter Ab- und Anstandswahrung sei schon „etwas speziell“, musste er einräumen.

Dann überreichte Förch den Kandidaten, kommentiert von Schmitt, jeweils ein großformatiges Actionbild aus ihrer Zeit auf dem Spielfeld. So für Linkshänder Tom Jansen, den es in die 2. Bundesliga zum letztjährigen Staffelkonkurrenten TV Großwallstadt zieht. Kreisläufer Alexander Kubitschek legt wegen beruflicher Umstände erst mal eine spielerische Pause ein. Jonas Krepper, der ebenfalls mit links wirft, wird zur SG Heidelsheim/Helmsheim näher zu seinem Wohnort wechseln und mit dieser Mannschaft in der Badenliga auf das Perspektivteam der HG treffen.

Dieses wird bekanntlich jetzt von Julian Zipf trainiert, der schon während der Runde seinen Verletzungen Tribut zollen musste und in seinen sehr jungen Jahren die aktive Laufbahn beendete. Noch nicht beenden will Torwart Lucas Bauer seine Karriere. Bauer war ein unverzichtbarer Teil der Mannschaft, der immer für gute Stimmung sorgte. Er kam allerdings bei der HG auf dem Spielfeld wegen immer wieder auftretender Beschwerden kaum zum Zuge. Diese sollen nun komplett auskuriert werden, dann wolle er einen Neustart wagen. Sein Kollege zwischen den Pfosten, Michael Hoppe, quittiert ebenfalls den Dienst, da er wegen des Studiums  nach Leipzig zieht.

Ebenfalls verabschiedet – und fast traditionell schon zum dritten Mal (Schmitt: „Das hat uns bislang Glück gebracht.“) – wurde auch Daniel Hideg, der sich derzeit nach seinem Kreuzbandriss im Aufbautraining befindet. Ob er bei der HG und in Ludwigshafen weiterspielen wird oder irgendwo anders, ist bisher noch nicht entschieden.