Oftersheim/Schwetzingen unterliegt Leutershausen 23:26 (10:18)

Die SG Leutershausen als aktueller Tabellenführer wollte die Revanche für das Vorjahr – und bekam sie auch. Handball-Drittligist HG Oftersheim/Schwetzingen leistete dem Vorschub, indem er an der Bergstraße wieder eine eher missglückte erste Halbzeit hinlegte und erst nach der Pause wieder einigermaßen mit am Ball war, aber diesmal ohne Happy End. So blieb der Erfolg mit 26:23 (18:10) in Hirschberg-Süd und Leutershausen zum achten Mal in Folge unbezwungen.

„Wir waren immer einen Schritt zu langsam, haben viel zu viele Bälle verworfen“, sah HG-Trainer Holger Löhr die Gründe für das Scheitern an seiner früheren Wirkungsstätte. „Auch in der Abwehr hatten wir etwas Probleme. Es war nicht unser bestes Spiel, vielleicht auch nicht von mir als Coach.“ Doch man muss nicht alles nur negativ sehen. Letztlich war Alexander Hübe der Mann der ersten Spielhälfte, der wirklich ab der allerersten Minute den HG-Werfern den Spaß verdarb, indem er seinen Job als Torhüter exzellent verrichtete. Elf Mal bis zur Pause blieben die Oftersheim/Schwetzinger Rückraumasse Daniel Hideg,  Florian Burmeister, Tom Jansen und Co. oft nur zweiter Sieger, was häufig zu SGL-Kontern führte. Außerdem war, egal in welcher Deckungsformation, das Leutershausener Flügelgespann bestens aufgelegt. Gianluca Pauli (links) und Dominik Seganfreddo – beide mit einer Jugendvergangenheit in der HG – steuerten bis zur Pause sieben Feldtreffer bei. Pauli warf zusätzlich noch die Siebenmeter, sein vierter Strafwurf besiegelten den Halbzeitstand. „Da war unser Tempo richtig gut“, resümierte SGL-Trainer Frank Schmitt die ersten 30 Minuten.

In den zweiten Durchgang fand der weiterhin dezimierte Gast besser hinein, obwohl Linksaußen Kevin Suschlik mit Magenproblemen schon vor dem Seitenwechsel aufgegeben hatte. Meist übernahm nun mit Max Barthelmeß ein Mann von der gegenüberliegenden Seite diesen Job, zeitweilig war auch Jansen dort anzutreffen. „In dieser Phase machten wir es uns selbst schwer“, haderte Schmitt. Und wer weiß, vielleicht wäre das Match noch einmal spannender geworden, als sich Mitte der zweiten Hälfte mehrfach das leere SGL-Tor mit Distanzwürfen einfach nicht treffen ließ, als der Hausherr mit siebtem Feldspieler agierte. Eine folgende doppelte Unterzahl überstand die HG ganz gut, aber mehr war einfach nicht drin. Verkürzt wurde erst gegen Ende, „aber da hatte die SGL schon zurückgesteckt“, hatte Löhr ausgemacht.

Letztlich fand er das Ergebnis so in Ordnung. Schmitt hätte zwar gerne höher gesiegt, „aber mit drei zu gewinnen, nehmen wir auch“. „Wir haben in der zweiten Halbzeit zwar zugelegt, aber nicht immer die richtigen Lösungen gefunden“, zieht Löhr sein Fazit. „Aber ich bin stolz auf unsere Jungs und jetzt sind wir heiß auf Saase.“ Denn nach dem Derby ist vor dem Derby, am Samstag kommen mit dem TVG Großsachsen die Jungs aus Hirschberg-Nord nach Schwetzingen. mj