Derbytime für die HG: Am Samstag ist das Team von Holger Löhr zunächst bei der SG Leutershausen zu Gast. Beim aktuellen Tabellenfüher der 3. Liga Mitte dürften die Trauben für die HG hoch hängen, doch die „Roten Teufel“ scheinen der HG zu liegen: In der vergangenen Saison entführte die HG einen Punkt aus der Heinrich-Beck-Halle und behielt dann in der heimischen Nordstadthalle die Oberhand. Aber die SGL musste in dieser Saison erst eine Niederlage – in Großwallstadt – hinnehmen.

 

„Nicht zu vergessen, wir haben bereits eine kleine Serie hingelegt und dabei schon gegen etliche Top-Mannschaften der Liga gespielt“, weist HG-Trainer Holger Löhr auf die kurze Erfolgssträhne seiner Mannschaft hin. Und vielleicht bleibt Oftersheim/Schwetzingen auch bei der SG Leutershausen unbezwungen – es wäre das vierte Mal in Folge in der aktuellen Spielzeit der 3. Handball-Liga.

Doch die Voraussetzungen seien ganz andere, meint Löhr. Die SGL habe sich vor der Saison und jetzt auch noch einmal Verstärkungen geholt, die für ordentlich Qualität sorgen. So kam diese Woche Mittelmann Yannick Muth von den VTV Mundenheim als Ersatz für den schwerer verletzten Philipp Jaeger (Kreuzbandriss im Auftaktspiel). Besonders in Eins-gegen-Eins-Situationen hätten manche Akteure wie Max Rolka und Sven Schreiber ihre Stärken. Überhaupt sei der Angriff mit Dauerschütze Hendrik Wagner sehr variabel und hinten stehe vor Torwart Alexander Hübe, einem der stärksten Keeper der Liga, eine sehr stabile Deckung. Kurz um: „Die spielen ihren Stiefel und gut ist.“ Und zur Belohnung gab am letzten Wochenende die Tabellenführung obendrauf. 

Aber nur an die Bergstraße fahren und den Gegner anhimmeln wollen Löhr und seine Leute auch nicht. Zum einen: „Wir wissen, dass Derbys und ihr Verlauf nicht vorhersehbar sind. Wir sind selbst gespannt, was passiert.“ Das Derby-Fieber hat auch schon bei den „Externen“ Einzug gehalten. So beim Schwaben Florian Burmeister, aber dieser ist durch seine Handball-WG bestens vorgeimpft. „Ich freue mich richtig auf dieses Spiel.“ Und dass es auch ganz anders kommen kann als erwartet, hat die letzte Runde gezeigt – und schwelt bei Leutershausen noch immer in schmerzlicher Erinnerung, wie die Vorberichte zeigen.

Schließlich stand bei der Endabrechnung 18/19 die SGL nur einen Punkt und einen Platz vor der HG. Und als Oftersheim/Schwetzingen vor gut einem Jahr (3. November) in Hirschberg-Süd aufkreutze, legte es eine erste Spielhälfte auf die Platte, die sich gewaschen hatte. Fast wie zuletzt die HSG Hanau in Schwetzingen, führte der Gast kurz nach der Pause bei dem auch damals zum klaren Favoriten erklärten Hausherren mit 18:7, endete – ebenfalls eine Parallele zum Hanau-Spiel – Unentschieden. Und das Rückspiel – eine wahre Defensiv- und Torhüterschlacht – ging mit 19:16 ohnehin an den Außenseiter. SGL-Coach Frank Schmitt erinnert sich: „Oftersheim/Schwetzingen ist nicht gerade unser Lieblingsgegner und das Rückspiel vergangene Saison war ganz schlecht, da sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen.“ Beide Male waren die Hallen übrigens praktisch ausverkauft und es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass es nun wieder so sein könnte.

Natürlich hätte die SGL die Chance die HG zu besiegen, „Aber sie muss schon eine gute Leistung abrufen, um uns zu schlagen. Und unsere Jungs sind gut drauf und hoch motiviert, lernen von Spiel zu Spiel dazu.“ Zum Lernprozess gehöre allerdings auch, nicht wieder so eine erste Halbzeit hinzulegen wie gegen Hanau, sondern eher an eine Wiederholung aus der letzten Saison zu denken.

 

Für Spannung dürfte also gesorgt sein. Anpfiff in der Heinrich-Beck-Halle in Leutershausen ist am Samstag um 19 Uhr. Das Team um Kapitän Alexander Sauer würde sich natürlich über lautstarke Unterstützung sehr freuen.

 

Eine Woche später, am Samstag, 26. Oktober, ist dann der TVG Großsachsen in der Nordstadthalle zu Gast. Los geht´s um 19.30 Uhr.