Der nächste Gegner der HG Oftersheim/Schwetzingen in der Mitte-Staffel der 3. Handball-Liga, die GSV Eintracht Baunatal „dürfte in unserer Situation eine ganz harte Nuss werden“, denkt Trainer Holger Löhr. „Denn an unserer personellen angespannten Lage ändert sich leider vorerst rein gar nichts.“

Deshalb hat der Coach die Badenliga-Aushilfe Alexander Lemke „vorerst“ in den Erstmannschafts-Kader voll eingebaut. Lemke, der auch auf Zweitliga-Erfahrung zurückblicken kann, selbst ist sehr angetan von dieser Aufgabe: „Ich freue mich, dass mir so viel Vertrauen entgegengebracht wird.“ Anderseits bedauert der Mittelmann, der auch auf den anderen beiden Rückraumpositionen einsetzbar ist, dass er nun nicht mehr mit seinen „Ib“-Jungs zusammen ist, saß aber beim Trainingsspiel gegen Dossenheim unterstützend auf der Bank. Der zweite Vertretungsspieler, der in Rodgau mit aufgelaufen ist, Thorsten Micke, steht aber nun wieder der HG II und ihrem Trainer Frederik Fehrenbach komplett zur Verfügung. Fehrenbach hat durchaus Verständnis für die Nöte seines Kollegen: „Und schließlich ist es ja mit unsere Aufgabe, Spieler für oben bereitzuhalten“.

Der Gast, mehr oder weniger synchron zur HG gestartet, mit einer Niederlage bei Bieberau/Modau und einem Heimsieg über Aufsteiger Bad Neustadt, weist noch mehrere Parallelitäten zu Oftersheim/Schwetzingen auf. „Baunatal hat ähnliche Themen wie wir“, verweist Löhr auf „starke erste sechs, sieben, acht Spieler. Aber auch dort mussten Abgänge (Anmerkung: vier) verkraftet werden, Zugänge gab es keine, es wurde mit jungen Spielern aufgefüllt“.

Doch zu sehr will der HG-Coach sich nicht nur am Gegner orientieren. „Wir haben unter der Woche und werden auch heute Abend noch mal unsere Fehler von Nieder-Roden aufgearbeitet. Es muss einfach die Bereitschaft da sein, Abwehr zu spielen. Und unsere Abstimmung untereinander sowie das Spiel gegen den Kreis, versuchen wir zu verbessern.“ 

Aber nicht nur hinten klemmte es im Hessischen. Vorne im Angriff wurde mit einer niedrigen Wurfquote und zahlreichen technischen Fehlern einiges in den Sand gesetzt. „Wir haben viel zu viele Bälle liegen lassen. Das müssen wir unbedingt abstellen, müssen solider arbeiten.“ Außerdem hofft Löhr: „Ich denke ja, dass die Mannschaft zuhause wieder ein anderes Gesicht aufzeigen wird.“ mj