Favoritenteams verlieren

Der zweite Spieltag in der Oststaffel wartet gleich mit zwei faustdicken Überraschungen auf. Topfavorit Großwallstadt lässt in Gelnhausen beide Punkte liegen, Titelmitkandidat Nußloch musste sich gar vor eigener Kulisse geschlagen geben. Und so kann es dann ganz schnell passieren, dass mit Rodgau Nieder-Roden und Bieberau/Modau am zweiten Spieltag nur noch zwei Teams sich die Tabellenspitze teilen.

Ab dem kommenden Wochenende ist es dann mit der „Gleichschaltung“ aller Mannschaften vorbei. Die Begegnung zwischen Großwallstadt und Rodgau Nieder-Roden wird erst am 24. November angepfiffen.

HSG Rodgau Nieder-Roden – HG Oftersheim/Schwetzingen 31:23 (17:11)

Hellwach von der ersten Sekunde an war der Gastgeber der HG größtenteils überlegen. Er gestatte sich zwar zwei kleine Schwächephasen, geriet aber nicht wirklich in Gefahr. „Eine reife Leistung, Hut ab“, war HSG-Trainer Jan Redmann mit seinen Jungs zufrieden. Gegen Baunatal muss sich dafür Oftersheim/Schwetzingen im anstehenden Heimspiel wieder steigern.

SG Nußloch – HSG Bieberau/Modau 19:25 (9:15)

Die hessischen Gäste wollten die SGN „ärgern“ (Trainer Thorsten Schmid). Dieses Vorhaben dürfte als maximal gelungen bezeichnet werden. Sie sind schon Wiederholungstäter, gewannen bereits letzte Saison im badischen. Bieberau/Modau führte teilweise mit acht Toren Unterschied und willen seine Leistung gegen Dresden nun bestätigen.

Northeimer HC – TVG Großsachsen 32:29 (17:13)

Beinahe wäre dem NHC der Sieg nach einem sicher erscheinenden 29:25 noch entglitten. Johannes Kadel und Co. kamen noch auf 28:29 und 29:30 heran, wurden bei maximalem Risiko am Ende dann ausgekontert. Sie erwarten nun Hanau als nächsten Gegner.

TV Gelnhausen – TV Großwallstadt 29:27 (14:14)

Es gibt hier keine zwei Meinungen, das war ein laut vernehmbarer Paukenschlag von Gelnhausen, das eigentlich ständig einem Rückstand hinterherlief, höchstens mal ausglich. Doch der Zweitliga-Absteiger vergeigte die letzten Spielminuten. „Für solche Momente spielst du Handball“, freute sich Gelnhausen Kapitän Björn Pape.

GSV E Baunatal – HSC Bad Neustadt 29:25 (14:9)

Nach 20 Minuten hatten die Nordhessen die Franken einigermaßen im Griff und fuhren den Sieg letztlich verdient ein. Beim HSC wurden zu viele technische Fehler als Manko ausgemacht. Die darf er sich gegen Nußloch nun nicht mehr leisten, denn der Abstiegskampf hat schon längst begonnen.

SG Leutershausen – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II 24:23 (11:11)

„Nur“ ein Arbeitssieg wurde der SGL von mehreren Seiten bescheinigt. Die zweite Wetzlarer Mannschaft wollte indes ein „verstärkendes Signal“ aussenden, was ihr durchaus gelang. Sie fand sich aber nach diesem Krimi nicht belohnt. „Jeder hat seine Position zu einhundert Prozent ausgefüllt“, lobte Coach Thomas Weber, der jetzt der Begegnung mit Gelnhausen entgegenblickt.

HSG Hanau – TV Kirchzell 22:18 (10:8)

Die Hanauer hatten gegen den Aufsteiger einen heißen Kampf erwartet und wurden in dieser Hinsicht nicht enttäuscht. Sie wahrten aber am Ende mit etwas Verkrampfung nach dem 17:16 (53.) den Durchblick. „Die HSG war am Ende cleverer“, gestand TVK-Trainer Andreas Kunz ein, der nun vor der Heimaufgabe Leutershausen steht.

HCE Dresden II – SC DHfK Leipzig II 27:31 (13:14)

Im sächsischen Vergleich der Zweitvertretungen musste Aufsteiger HCE II noch Lehrgeld bezahlen. „Wir haben heute die technischen Fehler minimiert. Und der Grundstein des Erfolges wurde von der Abwehr gelegt“, bilanzierte  SC-Coach Enrico Henoch, der als nächsten Gegner Northeim empfängt. mj