Dezimierte HG Oftersheim/Schwetzingen verliert 19:31 beim TuS Steißlingen / 0:8 und 1:11 zurückgelegen

Bei den Oberliga-Handballerinnen der HG Oftersheim/Schwetzingen bleibt fast alles beim Alten. Zeitweilig spielten sie gut mit, aber am Ende mussten sie beim TuS Steißlingen wieder mit einer Niederlage leben. Dort siegte der Gastgeber 31:19 (12:7) nach beeindruckendem Start über 8:0 und 11:1 (17.).

Zu spät setzte der Widerstand der extrem dezimierten HG (ebenso fehlte der erkrankte Trainer Matthias Kolander) ein, der zu einem spielerischen Zwischenhoch von 12:8 bis 16:12 führte und etwas Anerkennung einbrachte. Auch beim 24:18 (52.) sah es noch nicht nach einem zu großen Debakel aus. Am Ende erlahmten dann aber die spärlichen Kräfte.

Mit 25 schon die Ältesten

Anna-Lena Braun und Karolin Kolb müssen sich schon etwas eigenartig gefühlt haben, als sie sich auf dem Steißlinger Spielfeld umsahen. Die beiden 25-Jährigen waren von lauter Jungvolk bis runter zum Jahrgang 2002 umgeben. So radikal war die Ausfallliste, dass nur Kräfte – und davon nicht ausreichend – aus dem Nachwuchs nachrückten. So kamen mit Laura Hartmann, Lea Lamm und Maike Siegel drei Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs der A-Jugend zum Einsatz. Neben den Langzeitverletzten Tamara Gölitz und Saskia Zachert sind seit einiger Zeit auch Denise Olbert, Nina Marmol Carmona und Lisa Magnus nicht einsetzbar. Neu hinzu gesellten sich aktuell Mia Barthelmeß und Annabel Bosse. Insgesamt gesehen fast eine komplette Mannschaft, bei der auch noch Torfrau Mara Becker fehlte.

Da in der HG-Abwehrmitte der gegnerische Rückraum nicht richtig attackiert wurde, geriet der Start völlig daneben. „Das war ein äußerst schleppender Start“, bekannte auch Rückraumfrau Barbara Kubach. „Wir hatten kaum Bewegung im Angriff, wirkten sehr verschlafen und leisteten uns zu viele Ballverluste, wodurch wir zahlreiche Konter kassierten.“

Mit besseren Angriffsaktionen kam der Gast erst spät ins Rollen. Außerdem wurden verschieden Deckungsumstellungen vorgenommen, die mehr Aggressivität an den Tag legten. „Wir hatten phasenweise dann mehr Zug zum Tor und mehr Durchsetzungsvermögen, weswegen der Trainer Steißlingens auch seine ersten Sechs eingewechselte und die zweite Brigade wieder runternahm“, sah Kubach einen Teilerfolg. „Auch das TuS-Konterspiel haben wir in diesem Zeitraum besser unterbunden, aber am Ende nicht alle unsere Torchancen genutzt.“ Dieses Manko wurde von den Gastgebern dann in einem fulminanten Schlussspurt umgehend mit Tempogegenstößen bestraft.

HG: Grafetstetter, Lamm; Hartmann, Münch (3), Dörfer, Förste (2), Braun (1), Siegel (1), Hilbert (2), von Beeren, Kolb (10/3). mj