Oftersheim/Schwetzingen verliert 22:26

Mit 22:26 (12:10) unterlag Oftersheim/Schwetzingen in der Handball-Oberliga dem TSV Bönnigheim und wartet damit weiterhin auf einen außerplanmäßigen Punkterfolg. Aber es ist schwierig diese Niederlage zu charakterisieren, einzuordnen, sie in eine Schublade wie Lernprozess oder Unerfahrenheit zu stecken. Denn richtig schlecht waren die HG-Frauen absolut nicht.

Sie begannen gleich mit zwei Balleroberungen aus ihrer 5:1-Deckung heraus, ließen daraus zwei Kontertore folgen, was verheißungsvoll erschien. Gegen die TSV-Abwehr, die noch offensiver ausgerichtet war als jene der HG, fühlte sich auch Rückraumspielerin Karolin Kolb im Positionsangriff wohl, ebenso wie Mittelfrau Alina Hilbert, die auch für die Spitzendeckung verantwortlich war. Das war mit ein Grund, warum Bönnigheim mit der Zeit auf eine 6:0-Variante umstellte und aus dem 8:6 ein 8:9 generierte. Doch mit einer defensiven Steigerung und neuen Angriffsstrategien wurde bis zur Pause wieder ein Vorteil hergestellt und nach dem Seitenwechsel gleich auf 14:10 durch die Hauptprotagonisten Kolb und Hilbert ausgebaut.

Doch statt Sicherheit aus diesem Zwischenresultat zu gewinnen, wirkte das Heimteam nun sehr unkonzentriert, spielte ungenaue Pässe, hinzu kamen verworfene Bälle bei zunehmend weniger Ideen in den Offensivbemühungen. Der TSV agierte da beim Umschalten wesentlich konsequenter, kam via Schnellangriffe zu seinen Treffern, fing aber auch nicht alle Bälle, weshalb Oftersheim/Schwetzingen bis zum18:17 noch führte. Dann erfolgte allerdings der endgültige Umschwung, diesmal unumkehrlich (18:21).

Auf Auszeit verzichtet

Bönnigheims Coach Stefan Martin verzichtete aus jegliche Auszeit und erklärte auf spätere Nachfrage: „Ich wollten den HG-Spielerinnen, die schon ziemlich erschöpft wirkten, keine zusätzliche Pause geben, denn mein Kollege hatte ja keine adäquaten Wechselmöglichkeiten auf der Bank“, was der angesprochene Matthias Kolander bestätigte. Letztlich habe sein Team lange Zeit ein gutes Spiel abgeliefert. „Aber dann begingen wir zu viele technische Fehler, nutzten unsere freien Chancen nicht und haben teilweise, noch in Führung liegend, viel zu schnell abgeschlossen.“ Auch habe ihm gegen Ende zu das restliche Angriffsverhalten nicht mehr so recht gefallen.

HG: Grafetstetter, Lamm; Kubach, Münch (3), Förste, Braun, Barthelmeß, Hilbert (5), von Beeren (3/3), Bosse (5/2), Kreisel, Königsmann, Kolb (8). mj