Das Oberliga-Spiel zwischen den Handballerinnen der HG Oftersheim/Schwetzingen und jenen der HSG Leinfelden/Echterdingen war auch ein Vergleich der Deckungssysteme. Letztlich trug der Gast mit seiner 6:0-Formation mit 29:18 (13:8) den Sieg über die HG, die im eigentlich gut interpretierten 5:1 oder 3:2:1, welches nur am Kreis etwas anfällig war, operierte, davon.

Es zeigte sich vom Start weg erneut, dass es bei Oftersheim/Schwetzingen hauptsächlich im Angriffsspiel klemmt. Das sich aber das Schwabenteam zunächst nicht sonderlich ballsicher zeigte, gab es anfänglich „nur“ drei Gegentore (12.). „Es war ein verhaltener Anfang, auch bedingt durch unsere Ausfälle“, urteilte Co-Trainer Alexander Bender. Karolin Kolb wurde dann von der Linksaußenposition in den Rückraum beordert, wo sie ihre volle Durchschlagskraft entfalten konnte, und das 3:4 vermittelte einen trügerischen Hoffnungsschimmer. 

Denn zu viele technische Misslichkeiten, teils unbedrängt auftretende Stockfehler,  verhinderten mehr, zumal die HSG jetzt auch aus der zweiten Reihe traf. „Da waren wir manchmal zu passiv bei den Würfen aus dem Rückraum. Die Deckung stand sonst eigentlich gut“, meinte Bender. Die Geschichte lief den Bach runter (4:9), mühsam wurde dem Rückstand hinterhergeeilt.

Nach der Pause präsentierte sich die heimische Defensive noch offensiver und aggressiver; es wurde zur Aufholjagd geblasen. Doch nach dem 12:14 (35.) häufte sich wieder die Zahl der nicht abgeschlossenen Angriffsversuche. Im Offensivbereich klemmte es nach wie vor. Beim 13:23 (50.) war die sprichwörtliche Messe längt gelesen. Benders Fazit: „Vorne haben wir nicht konsequent zu Ende gespielt und waren zu passiv in unseren Aktionen. Im Großen und Ganzen war Leinfelden/Echterdingen im Kollektiv besser abgestimmt und dadurch auch die bessere Mannschaft.“ Nur gestützt auf Kolb, die zwölf der 18 Treffer beisteuerte, ohne die langzeitverletzten Halben Tamara Gölitz und Saskia Zachert, bleibt der Angriff leicht ausrechenbar. Noch dazu wurden sechs von neun Siebenmetern vergeben.

HG: Grafetstetter, Becker; Kubach, Münch (2), Förste, Braun, Magnus, Barthelmeß, Hilbert, von Beeren (1/1), Bosse (2), Kreisel, Königsmann (1), Kolb (12/2). mj