Eigentlich hatte Trainer Matthias Kolander ein „gutes Spiel“ seiner Oberliga-Handballerinnen gesehen. Und auch für seinen „Co“ Alexander Bender was „es eine der besten Saisonleistungen gegen einen sehr gut eingespielten Gegner“. Aber eben nicht über die volle Distanz von einer Stunde. Und deshalb stand die HG Oftersheim/Schwetzingen beim TSV Heiningen nach Abpfiff wieder mit leeren Händen da. Der Aufsteiger verlor 21:33 (11:15) und wartet weiter auf seinen ersten Punkt.

Die Partie lässt sich mühelos in drei verschiedene Abschnitte gliedern: Zunächst kam die verschlafene Auftaktphase (7:2/12.). „Die ersten Minuten waren wir noch zu nervös und spielten im Angriff nicht konsequent“, bilanzierte Bender. Es folgte eine durchgängige Zeit der Konsolidierung, in der der Gast zeitweilig sogar verkürzte (13:10), ansonsten den Rückstand wahrte (22:17/44.). „Da hielten wir lange mit Heiningen mit“ (Bender), „im Angriff hätten wir noch mehr stoßen sollen und etwas konzentrierter die Abschlüsse suchen müssen“, trauert er einer möglichen Resultatsverbesserung nach. Doch der Schlussspurt wurde dann  - und dies äußerst energisch – vom schwäbischen Gastgeber angezogen. Dem hatte die HG nichts mehr entgegenzusetzen.

„Es war über weite Strecken ein gutes Spiel von uns, aber insgesamt machen wir zu viele kleinere Fehler, die in der Summe in dieser Liga den Unterschied ausmachen“, meinte Kolander in seinem Fazit. Positiv bewertete er dabei die Torhüterleistungen und das flotte Rückzugsverhalten, Nachholbedarf sieht er nach wie vor im Abbau der vielen technischen Fehler und bei den noch inkonsequenten Würfen.

HG: Grafetstetter, Lamm; Münch (2), Gedik, Förste (2), Braun, Olbert (2), Magnus (1), Barthelmeß, Hilbert (3), Bosse (3), Marmol Carmona (1), Kolb (7/2). mj