Nach der Pause nachgelassen

Handball-Oberliga: Nach der Niederlage in Knittlingen ist Relegationsplatz für HG-Perspektivteam kaum noch zu erreichen.
Handball-Oberligist HG Oftersheim/Schwetzingen II verlor beim TSV Knittlingen 33:35 (20:17), was als nackter Fakt am Ende erhalten bleibt. Nach durchaus ansehnlicher erster Halbzeit schwammen der „Ib“ im Kraichgau die Felle davon. Damit sind für die „Zweite“ zwar immer noch nicht alle Relegationschancen verspielt, aber die Wahrscheinlichkeit dafür sinkt extrem. Das Erreichen des mindestens siebten Platzes ist eher illusorisch.
Personell nicht gerade üppig ausgestattet, war die erste Spielhälfte durchaus noch erfolgversprechend – ärgerlich nur, dass zwischendurch Resultatsverbesserungen liegengelassen wurden. Auch ein Maximilian Kuhlee präsentierte sich mit 15 Feldtoren (zehn davon in den ersten 30 Minuten) fast von seiner besten Seite. Allerdings stand ihm Sakda Choetchim mit gleicher Trefferanzahl (bei zwei Strafwürfen) kaum nach. HG-Trainer Detlef Röder hielt fest: „Unser Angriff war richtig gut; viel Bewegung mit und ohne Ball. Dadurch kamen wir zu klaren Chancen, welche wir auch genutzt hatten. Da machte es nichts aus, dass wir Choetchim in der Abwehr nicht wirklich in den Griff bekamen.“
Die HG bestimmte zwar nicht unbedingt den gesamten Spielverlauf, hatte aber seit dem 1:4 (6.) den mittleren Vorsprung lange auf ihrer Seite (13:17/26.). Doch schon kurz vor dem Seitenwechsel erfolgte ein Bruch im Spiel und bald danach war das Match fast gedreht (20:20/34.). Eine Weile behaupteten sich die Kurpfälzer noch auf Augenhöhe (28:28/51., 31:30), aber die Crunchtime gehörte weitgehend den Hausherren. Davor hatte Oftersheim/Schwetzingen auch nicht von Überzahlsituationen (6:14 Minuten) und zwei Roten Karten gegen den TSV großartig profitiert (42./49.) und verlor bei letzterer Aktion ihrerseits auch Kreisläufer Fynn Thüre.
Röder bemängelte: „Man merkte uns nun mit zunehmender Spieldauer unsere dünne Spielerdecke im Rückraum an. Vier Rückraumspieler sind für die Dauer eines solch intensiven Spiels dann doch zu wenig. Von dort kam immer weniger Gefahr in Richtung gegnerisches Tor. Knittlingen nutzte diese Lage konsequenter und gewann schließlich.“
HG: Bräunling, Meyer; Hell (1), Maurer (8/1), Kuhlee (15), Auth (1), Kirsch (5/3), Thüre, Rothardt (2), Zimprich (1), Löffler.