„Manchmal wundere ich mich über meine Mannschaft“, schüttelte Trainer Frederik Fehrenbach den Kopf. Sein Team, der Handball-Badenligist HG Oftersheim/Schwetzingen II, hatte – obwohl wieder einmal von kurzfristigen Ausfällen beeinträchtigt – gerade die drittplatzierte SG Pforzheim/Eutingen II mit 26:22 (15:11) bezwungen.

Fehrenbachs Irritationen rühren aus der krassen Diskrepanz zwischen dem Auftreten seiner Jungs in Heimspielen und auswärts her. Gab es auf fremden Spielfeldern bislang gerade einmal die magere Ausbeute von drei Punkten, wurden vor eigenem Publikum nur deren fünf abgegeben, selbst Spitzenreiter und andere Topteams der Liga bezwungen.

In der Begegnung zwischen offensiv ausgerichteten Deckungsreihen hatte der Hausherr nur kleinere Startprobleme (2:4). Dann kamen besonders Valentin Demel, Florian Siegel und Co. so richtig in Schwung. Auch, dass Demel, der insgesamt eine beeindruckende Partie ablieferte und dafür mit einem Drittliga-Einsatz belohnt wurde, frühzeitig wegen einer offenen Wunde eine Weile aussetzen musste, verursachte keinen Bruch im weiteren Spiel der HG. Der A-Jugendliche David-Denny Hirsch, gerade von der Partie seiner Meister-Mannschaft bei der TGS Pforzheim zurückgekehrt (34:34), sprang im wahrsten Sinne des Wortes in die vakante Bresche (8:6) und rackerte in der Verteidigung fast unermüdlich – wie auch seine Nebenleute – bis zum Ende durch. Spätestens nach einer Dreiviertelstunde war die sprichwörtliche Messe nach dem 22:15 von  Robert Lux am Kreis gelesen. Der Hausherr ließ, ohne in Gefahr zu geraten, die Partie austrudeln.

HG: Herb, Gärtner; Hirsch (3), Demel (5), Siegel (5), Lux (1), Lücke, Gartner (5), A. Zemella, Hakic (1), Klink, Wiegand (4/2), Hahne (2).  mj