„Dieser Sieg war wichtig.“ Und deshalb hatte ihn Trainer Frederik Fehrenbach auch schon vor der Badenliga-Partie gegen den TV  Knielingen von seinen Handball-Jungs eingefordert, die dann mit einen 25:21 (9:10) auch prompt lieferten. Denn am Vortag, so hatte er festgestellt, „haben hinter uns alle gepunktet“. 

Für den Gang mit den Karlsruhern war wieder ein völlig neugemischtes Team zusammengestellt worden. Und dieses befand sich lange Zeit in seiner Findungsphase. Das Attribut Abstiegsk(r)ampf – obwohl beide Teams zuvor im Mittelfeld angesiedelt – darf an dieser Stelle ruhig verwendet werden. Zu verhalten und vor allem zerfahren wurde die Begegnung vorgetragen. Kreuzte sich die HG vor dem Knielinger Strafraum fast zu Tode, kamen die Gäste mit mehr Schwung in Richtung HG-Gehäuse. Torerfolge blieben indes beidseitig Mangelware. So bis zum 14:16 nach knapp einer Dreiviertelstunde.

Dann hatte der Hausherr auf einmal richtig Fahrt aufgenommen. Die Fehlerquote sank mit einem Male auf nahezu null. Je zweimal Justin Hahne (der übrigens das Wort „Tempo“-Gegenstoß völlig neu interpretierte) und ein nun zielstrebiger Hamza Hakic, dazu ein aufgedrehter Florian Siegel und die Partie war gewendet (19:17), auch weil Maximilian Herb nun knochentrocken seinen Kasten vernagelt hatte. 

Eine gegnerische Auszeit vermochte daran nicht viel zu ändern. Hitzeblitz Valentin Demel und der unermüdlich anfeuernde Julian Zipf stellten auf 21:18 (55.). Der TVK blieb zwar noch kurz dran, wurde dann aber mit weiteren Treffern zum Ende hin distanziert. So vom A-Jugendlichen Max Barthelmeß mit dem 23:21. Und dessen Altersklassenkollege Sebastian Brand kürte sein makelloses Debüt mit dem Tor zum Endstand.

HG: Herb, Gärtner; Barthelmeß (3), Demel (3), Siegel (2), Leibnitz (1), Olbert, Brand (1), Kalabic, Hakic (8/3), Zipf (1), Lücke (1), Hahne (5).  mj