HG II mit dem zweiten Remis in Folge

Bei der SG Stutensee/Weingarten holte die HG Oftersheim/Schwetzingen II in der Badenliga ein Unentschieden. Das hochdramatische 30:30 (14:16) mit furiosem Finale ist das zweite Remis in Folge nach jenem in Knielingen und ergibt in der Summe auch zwei Zähler wie bei einem Sieg. Somit ist der Abstand auf die beiden Letzten, Hockenheim und Hardheim nun weiter angewachsen und fast schon beruhigend zu nennen.

„Es war im Endeffekt ein verlorener, wiedergewonnener Punkt“, bilanziert HG-Trainer Frederik Fehrenbach ein wenig zweideutig, aber auch absolut zutreffend. Denn über fast 55 Minuten hatte sein Team die Oberhand behalten, setzte sich allerdings auch nie vorentscheidend ab. Weiterhin von Verlusten gekennzeichnet – kurzfristig musste auch Marius Meyer mit einer im Training erlittenen Augenverletzung passen – gab es den nächsten Ausfall gleich nach 51 Sekunden. Der Halbrechte Jonas Krepper landete nach einem Wurfversuch unsanft auf dem Boden und war wegen Hüftprellung und Rückenschmerzen nicht mehr einsetzbar. Die SG, ebenfalls etwas ausfallgeschwächt, verlor noch Marvin Morlok nach einem groben Foul an Alexander Lemke (21.).

Dominanz nicht ausgebaut

So fanden sich einige Akteure nicht nur ungewohnt in der Startaufstellung, sondern auch auf ungewohnten Posten wieder, wo aber jeder seinen Job verrichtete. Die besten Möglichkeiten, sich deutlicher vom Hausherren zu distanzieren, waren beim 11:15 (27.) und beim 17:21 (40.) gegeben. Aber über die gesamte Spieldauer zeigten beide Teams immer wieder technische Unzulänglichkeiten, die von der Gegenseite allerdings auch nicht immer ausgenutzt wurden. So brauchte die HG neun Angriffe für ihre ersten vier Treffer, Stutensee/Weingarten gelang allerdings nur einer.

Doch nach dem 19:23 machte es der Gastgeber besser. War Linkshänder Kai Rudolf – und nicht nur er – zunächst permanent an Oftersheim/Schwetzingens Keeper Michael Hoppe gescheitert, hatte der Ex-HG-Akteur nun einen Lauf – auch weil nun zunehmend mit dem siebten Feldspieler bei der SG agiert wurde. Vergeblich versuchte Fehrenbach dem Umkehrtrend entgegenzuwirken, aber vergeblich. Über 26:26 (54.) zum 30:28 (59.) war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Doch mittels eines Treffers in den leeren Kasten von Christoph Lahme und einem satten Wurf von Julian Hörner von halbrechts, war der Ausgleich wieder hergestellt.

Aber der letzte Angriff gehörte der SG. Rechtsaußen Justus Bieberstein übersprang dabei Hörner und bekam dafür einen Siebenmeter zugesprochen – Abpfiff. „Frechheit“, kommentierte Fehrenbach diese Entscheidung und kassierte dafür zwei Bankminuten. Doch Rouven Martus fand in Frederik Fauerbach, der die letzten acht Minuten das HG hütete, seinen Meister.

HG: Hoppe, Fauerbach; Micke (8), J. Hörner (7/3), Krepper, Brand (3), Fink, Lemke (5), Lahme (3), Hakic (2), Hahne (2). mj

© Schwetzinger Zeitung, Dienstag, 26.02.2019