Riesig groß war die Erwartungshaltung vor dem Badenliga-Gastspiel der HG Oftersheim/Schwetzingen II beim TSV Birkenau nicht gerade. „Ausfälle wegen Uni oder Krankheit und durch die parallelen Handballspiele der A-Jugend in Gummersbach und ‚Ersten‘ in Leutershausen waren nicht zu kompensieren“, brachte es HG-Trainer Frederik Fehrenbach auf den Punkt. Die 29:38 (13:15)-Niederlage sei aber zu hoch ausgefallen, schätzt er. Mit vier oder fünf Toren Differenz wäre auch okay gewesen. Aber Birkenau war die bisher beste Mannschaft, die ich in der Badenliga gesehen habe.“

Erneut krankte es bei den Gästen ein wenig im Angriff, obwohl sie wieder eine ordentliche Trefferanzahl auf ihrem Konto zu verbuchen hatten. „Trotz unserer 29 Tore haben wir zu viele Bälle weggeworfen und dadurch zu viele einfach Kisten kassiert.12 Konter vom TSV waren einfach zu viel“ sieht Fehrenbach den Grund für die letztliche Höhe der Niederlage. Zwar geriet der Auftakt in die Partie ein wenig daneben (9:4/12.), aber dann waren die Gäste bald mit im Spiel, wie am 13:12 oder 15:14 vom neunfachen Torschützen Thorsten Micke ersichtlich (23./32.). Hier grollte Birkenaus Coach Axel Buschsieper ein wenig, und deutete dies auch in seiner Pausenpredigt an, während Fehrenbach wohl nicht ganz nachhaltig zu seinen Männern durchgedrungen ist.

Denn nach dem erwähnten Anschlusstreffer von Micke wurde zwar vorne immer noch regelmäßig getroffen (aber eben nicht alles), während hinter praktisch jeder TSV-Ball im HG-Kasten bei Michael Hoppe einschlug. Besonders gegen die schnellen Attacken, bei denen sich auch der Odenwälder Philipp Kinscherf hervortat, war er schlicht und ergreifend machtlos.

HG: Hoppe; Micke (9), Gartner (3), Lux, Hirsch (1), Fink (3), Lemke (4), Gerischer, Wiegand (3/2), Hakic, Lahme (4), Meyer (2), Hahne.  mj