Sowohl Eisenach als auch Nußloch, die beiden Topfavoriten, hatten innerhalb einer Woche Partien gegen die beiden Erlanger Vereine, den HCE und den TV Bruck zu absolvieren. Alles andere als Siege wären eine Überraschung gewesen. Jetzt kommt es in Thüringen zum ersten großen Showdown, vielleicht gar schon zu einer Vorentscheidung für den Staffelsieg? Dahinter klärten Baunatal und Hanau die erste Verfolgerrolle zu Gunsten der Nordhessen, Rodgau/Niederroden, Gelnhausen und Leutershausen etablierten sich (je 3 Minuspunkte) als nachrangig Platzierte.

Aber zeichnen sich in der Oststaffel bereits erste Tendenzen ab? Sead Hasanefendic, der Eisenacher Trainer hat dazu eine klar zweideutige Ansicht: „Ja und Nein. Zwei Teams weisen die maximale Punktzahl auf. Dahinter kommt eine Gruppe mit ein paar Minuszählern. Um eine Tendenz zu sehen, ist es viel zu früh, da ist so vieles möglich.“ Ein kleiner Bruch im Klassement ist allerdings hinter Rang 7 auszumachen. Er teilt die Tabelle in obere und untere ungleichgroße Hälften. Hinten schoben Dutenhofen/Münchholzhausen II und Coburg II der MSG Groß-Biebrau/Modau den alleinigen Schwarzen Peter mit der Roten Laterne zu

SG Nußloch – HC Erlangen II 32:22 (17:10)

Auftrag ausgeführt, auch wenn Christian Zeitz mit einer Zeitstrafe gegen ihn nicht einverstanden war, eine 2+2 kassierte und dann sogar Rot sah. Der Ost-Gipfel in Eisenach kann steigen. Erlangen trifft auf Rodgau/Nieder-Roden.

TV Bruck – ThSV Eisenach 28:36 (13:19)

Auch der ThSV hat abgebrüht die Grundlage für die Spitzenbegegnung gelegt. Die Spielweise der Thüringer wurde aber immer noch ein wenig kritisiert. Zu viele technische Fehler führten zu einem 24:27, das dem Favoriten nicht so recht schmeckte. Bruck dürfte es auch in Leutershausen schwer haben.

GSV Eintracht Baunatal - HSG Hanau 29:23 (16:12)

Eine frühe klare Führung (9:3) brachte Baunatal ins Ziel. Die aggressive Abwehr und das eigene Konterspiel hätten den Sieg abgesichert, heißt es. Hanau erwartet jetzt Gelnhausen und wird auf Wiedergutmachung setzen. Baunatal hat frei.

TVG Großsachsen – SG Leutershausen 26:27 (10:12)

Erst ganz am Ende stand die SGL als Sieger fest. Dem TVG wird in dieser Form allerdings zugetraut, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Die Chance dazu gibt es nun bei Dutenhofen/Münchholzhausen II. Leutershausen ist klarer Favorit gegen den TV Bruck.

TV Gelnhausen – SG Leipzig II 29:23 (15:12)

Fünf Partien in Folge ist der TVG jetzt ungeschlagen und sichert sich damit einen Platz im dreiköpfigen Verfolgerfeld. Diesen gilt es nun, in Hanau zu verteidigen. Für Leipzig steht ein Kellerduell bei der punktgleichen SG Bruchköbel an.

HSG Rodgau/Nieder-Roden – HG Oftersheim/Schwetzingen 29:18 (11:7)

Spätestens nach dem 9:7 diktierte weitgehend der Gastgeber das Geschehen. Ein kurzes Aufflackern von Widerstand nach der Pause wurde schnell im Keim erstickt. Beim HC Erlangen II winken der HSG möglicherweise die nächsten Zähler, die HG setzt ein Wochenende aus.

MSG Groß-Bieberau/Modau – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II 24:26 (18:17)

Die Alarmglocken in Groß-Bieberau und Modau haben an Lautstärke noch einmal zugelegt. Eine „ordnende Hand“ fehle seiner Mannschaft in Abwehr und Angriff bemängelte Coach Thorsten Schmid und ist scheinbar ratlos. In Coburg sollte er dies dann nicht mehr sein oder die Lage spannt sich noch mehr an. Die HSG will dafür gegen Großsachsen nachlegen.

SG Bruchköbel – HSC Coburg II 18:19 (9:10)

Tormangel war durchgehend angesagt, auch als SGB-Routinier Tegaday Ramos-Nuez einen Siebenmeter nicht verwandelte. Es blieb beim 18:18, das aus der 50. Minute stammte. Der SGB wurde Nervenversagen vorgeworfen, bei Coburg behielt Lukas Wucherpfennig jedoch diese und brachte seinerseits einen Strafwurf zum Endstand ins Ziel (59.). Bruchköbel muss sich nun in Leipzig beweisen, Coburg gegen Groß-Biebrau/Modau.