Nachdem Baunatal im hessischen Vergleich mit Gelnhausen erstmals Federn gelassen hat, verbleiben nur noch Eisenach und Nußloch mit weißer Weste an der Tabellenspitze. Schaut man sich die kommenden Paarungen an, könnte dies durchaus noch ein Wochenende so Bestand haben. Aber dann treffen die beiden unter der Wartburg zusammen. Hinten haben nun Großsachsen und Leipzig in zwei Kellerduellen ihre ersten Zähler eingefahren und damit Coburg sowie Groß-Bieberau/Modau ans Tabellenende gedrängt.

HC Erlangen II – ThSV Eisenach 27:34 (12:18)

Endlich wusste der ThSV nach eigener Sichtweise auch spielerisch zu gefallen und zeigte dem HCE klar die Grenzen auf. An gleicher Stelle wird er sich nun auch gegen Erlangen Lokalkonkurrenten Bruck beweisen wollen. Der HCE-Unterbau hat dafür bei Eisenachs Mitspitzenreiter Nußloch die nächste schier unüberwindliche Hürde vor sich.

SG Nußloch – TV Bruck 36:23 (20:12)

Bis zum 8:9 hielt der Außenseiter mit, dann wurde Nußloch seiner Favoritenrolle mehr als gerecht und fegte die Franken hinweg. SGN-Trainer Christian Müller räumte später ein, seine Jungs vielleicht mit ein paar nicht ganz präzisen Vorgaben ins Rennen geschickt zu haben. Nach seinen Korrekturen, nicht zu shcnell zu spielen, mehr mit kurzen Pässen zu arbeiten, lief es dann nach Plan.

GSV E Baunatal – TV Gelnhausen 28:30 (14:11)

Nach dem Seitenwechsel sah es für den Gast nicht allzu gut aus (17:12), dann übernahm er aber die Kontrolle (22:27). Die heimische Presse wähnt ihren Verein nun „auf dem Weg in die Spitze“. „Wir fanden dann keine Lösungen mehr im Angriff, aber das Spiel haben wir in der Abwehr verloren“, musste Baunatals Trainer Florian Ochmann eingestehen, der eigentlich auf der „positiven Welle weiter reiten“ wollte.

HSG Hanau – HG Oftersheim/Schwetzingen 26:22 (13:10)

In einer beidseitig fehlerbehafteten Partie beging der Hausherr in der Summe ein paar Ungenauigkeiten weniger und wurde so zum verdienten Sieger. Die HG fährt nun zu Hanaus Nachbarn (auch in der Tabelle) Rodgau/Nieder-Roden. Die HSG – seit nunmehr über 550 Tagen auf eigenem Parkett ungeschlagen – wird in Baunatal zum Spitzenduo-Verfolger-Vergleich vorstellig (beide 8:2 Punkte).

HSG Rodgau/Nieder-Roden – SG Bruchköbel 31:24 (16:15)

Der Pausenstand deutete auf eine spannende Fortsetzung des Duells „Hanau-Süd“ gegen „Hanau-Nord“ in hälfte 2 hin. Doch weit gefehlt, beim 26:17 war die Sache dann schon längst entschieden. SGB-Übungsleiter Tomasz Jezewsky beanstandete, dass einige Spieler nicht das Maximum aus sich herausgeholt hätten. HSG-Coach Jan Redmann blickt nun auf einen fast insgesamt guten Saisonstart zurück, wäre da nicht der ärgerliche und schmerzliche Punktverlust gegen Coburg gewesen.

SG Leutershausen – HSG Dutenhofen/Münchhholzhausen II 32:21 (17:9)

Mehr oder weniger chancenlos präsentierte sich Wetzlars Unterbau bei der SGL. Sein Team hätte sich gegen eine starke Mannschaft „so teuer wie möglich verkaufen sollen“, meinte HSG-Trainer Thomas Weber: „Das hat nicht ganz so geklappt.“ Vielleicht klappt es im Kellerduell bei Groß-Bieberau/Modau, dort solle sein Team „ein anderes Gesicht zeigen“. SGL-Coach Frank Schmitt, der häufig zum Mittel Sieben-gegen-Sechs setzte, freute sich, dass die Seinen „nahezu fehlerfrei die Überzahl spielten“. Nun blickt in Leutershausen alles auf „das“ Hirschberger Ortsduell in Großsachsen voraus.

MSG Groß-Bieberau/Modau – TVG Großsachsen 23:27 (10:14)

Schon letzte Woche schrillten die Alarmglocken am nördlichen Odenwaldrand bei Groß-Bieberau/Modau und sie werden immer lauter, nachdem das zuvor punktlose Schlusslicht TVG den Sieg an die Bergstraße davontrug. Im MSG-Kader wurde von Beobachtern derweil sowohl ein Problem in der Breite ausgemacht, wie auch einigen Akteuren Formschwäche vorgeworfen.

SG Leipzig II – HSC Coburg II  31:23 (14:10)

„Eigentlich hätten wir unbedingt etwas mitnehmen müssen“, meinte HSC-Trainer Ronny Göhl und auch die Unparteiischen seien nicht auf Coburgs Seite gewesen, was zur Niederlage beigetragen hätte. Bis zum 20:19 war alles noch offen, dann scheinbar nur noch die fränkische Deckung. Ein „unberechtigter“ (HSC-Spielbericht) Platzverweis solle schuld daran gewesen sein, dass die Gäste völlig den Kopf verloren. Leipzig Trainer Enrico Enoch meinte indes zu den ersten beiden Zählern: „Unser Auftrieb wurde bei der Abwehrarbeit und Chancenverwertung bestätigt.“ Coburg tritt nun in Bruchköbel an, Leipzig in Gelnhausen.