Mit dem zweiten Spieltag hat sich die Zahl der verlustpunktfreien Mannschaften auf vier reduziert, drei Vereine können noch keinen Pluszähler aufweisen. Es deutet sich aber an, dass etliche Teams auf Augenhöhe spielen, die Verläufe der Partien eng sind und sich erst in der berühmten Crunchtime die Entscheidungen anbahnen, oder es eben wie an diesem Wochenende gleich zweifach zur Punkteteilung kommt. Auch die vermeintlichen Favoriten mussten um ihre Siege hart kämpfen.

ThSV Eisenach – SG Bruchköbel 28:25 (15:11)

So war dieses Match eine enge Kiste, wenn es auch die nackten Zahlen von Halbzeit- und Endstand nicht gleich vermuteten lassen. Ob der ThSV den angepeilten Staffelsieg problemlos packen wird, darf noch offenbleiben. Sicher wird es aber als Besucherkrösus über die Ziellinie gehen. 1277 Zuschauer verfolgten die Partie. Beim 19:19 und 26:25 (60.) war sie aber noch nicht entschieden. Daniel Luther machte mit einem Siebenmeter zum 27:25 für den ThSV dann den Deckel drauf. Sein Trainer Sead Hasanefendic lobte indes den couragierten Gästeauftritt.

SG Leipzig II – SG Nußloch 30:31 (15:14)

SGN-Trainer Christian Müller attestierte den Leipzigern ein gutes Spiel gemacht zu haben, hatte dafür umso mehr Kritik für seine Spieler („schlechte Abwehrleistung“). Die SGL legte zunächst stark los (8:3), bevor die SGN endlich einigermaßen mitmischte. Ein 30:26 (52.) reichte den Hausherren nicht zum Sieg, Philipp Müller war es vorbehalten, drei Sekunden vor Ultimo den Siegtreffer zu setzen.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – GSV E Baunatal 26:32 (15:15)

Starker Beginn für die HSG (10:4), der trotz Niederlage Mut für die Zukunft machte, „fürchterlich“ die Auftaktphase für Gästetrainer Florian Ochmann. Dann bescheinigte er seiner Truppe „eine tolle Moral“ gezeigt zu haben (12:15), während sein Pendent Thomas Weber von Wetzlars „Zweiter“ zu viele technische Fehler notieren musste, aber eben Positives aus den ersten 20 Minuten zog.

HSG Hanau – TV Bruck 27:22 (15:9)

In sichere Gewässer brachte Hanau seinen ersten Heimauftritt auch erst nach dem 16:14 (43.), hatte nach der Pause zu viele gute Chancen liegengelassen. Als die Geschichte zu kippen drohte, erwies sich Sebastian Schermuly im HSG-Kasten als starker Rückhalt. Über 18:14 und 20:15 wurden die Weichen Richtung Sieg gestellt. Beim Aufsteiger wurde festgehalten: „Wir müssen auch verlieren lernen“ (TVB-Spieler Philipp Hirning).

HSC Coburg II – HSG Rodgau/Nieder-Roden         21:21 (10:9)

Unzufrieden war HSG-Trainer Jan Redmann, er wollte eigentlich die gesamte Ausbeute in Franken entführen. „Wir haben einen Punkt liegen gelassen“, haderte er mit zu vielen technischen Fehlern seiner Spieler.

HG Oftersheim/Schwetzingen – TVG Großsachsen 31:26 (14:14)

Rund eine Dreiviertelstunden lang stand das Kurpfalzderby auf des Messers Schneide. Dann setzte der Gastgeber, der zuvor meist im Rückstand gelegen hatte, zum großen Wurf an und durfte sich von seinen Fans feiern lassen.

HC Erlangen II – MSG Groß-Bieberau/Modau  29:23 (13:13)

Nach dem 10:13 fand der Hausherr zu alter Heimstärke zurück und übernahm vor 400 begeisterten Zuschauern das Kommando (18:13, 23:16). Doch zu früh nahm der HCE das Tempo aus seinem Spiel und musste noch um die Früchte seiner Arbeit bangen (24:23/50.). Der Weckruf verhallte allerdings nicht ungehört. MSG-Coach Thorsten Schmid monierte „unerklärliche Aussetzer und Konzentrationsfehler“ in seinem Team. Außerdem sei die Bank des Gastgebers qualitativ besser besetzt gewesen.

SG Leutershausen – TV Gelnhausen 24:24 (12:12)

„Unglaublich zerfahren und fehlerhaft“ sei diese Begegnung vorgetragen worden, hieß es von mehreren Seiten. SGL-Trainer Frank Schmitt grollte zunächst über den verlorenen Punkt, war aber letztlich froh, jetzt überhaupt etwas Zählbares in den Händen zu halten.