Über Sinn oder Unsinn der Vorqualifikation zum deutschen Handball-Pokal-Wettbewerb für die Drittligisten wurde schon genug geschrieben. Jetzt geht es für die HG Oftersheim/Schwetzingen zur TGS Pforzheim (Samstag, 19 Uhr, Bertha-Benz-Halle) um das Saisonnachprogramm mit dem zweiten Durchgang abzuschließen. Dem Sieger winkt dann das (begehrte?) Ticket zur 1. Hauptrunde im DHB-Pokal, die eine Woche vor Rundenstart am 18./19. August wieder als Viererturnier ausgetragen wird. Aber diese Art der Veranstaltung (2015 eingeführt) hat sich größtenteils auch noch nicht als der große Publikumsmagnet erwiesen.

Ungeachtet solcher finanziell ausgerichteter Bedenken seitens einiger Funktionäre will der für den Pokal zuständige HG-Trainer Matthias Polifka mit seinen ausgewählten Jungs nun eben diese Ebene erreichen. „Wir würden schon versuchen, das Spiel zu gewinnen und uns somit qualifizieren. Aber wie die Aufstellung schon zeigt, haben wir nicht alle Mittel zur Verfügung. Wir versuchen trotzdem das Beste rauszuholen.“ Im Gegensatz zur Vorwoche gegen den HC Oppenweiler/Backnang stehen nun nicht alle Drittliga-Spieler parat. Er kratzte mit einer Umfrage das letzte Material aus der gesamten HG zusammen. Spielen sollen nach aktuellem Stand erneut Kai Rudolf, Tom Jansen, Lukas Sauer, Niklas Krämer, Daniel Hideg, Lino Messerschmidt, Marius Gabel und Daniel Unser. Von der in der Badenliga angesiedelten „Ib“ kommen Adrian Wiegand und David-Denny Hirsch (noch A-Jugendlicher wie übrigens auch Niklas Krämer) dazu und aus der frischgebackenen Nachwuchs-Bundesliga-Truppe wird Jan Zecevic entsendet.

Probleme dieser Art kennt auch Pforzheims Abteilungsleitung und Macher Wolfgang Taafel. Urlaubs- und verletzungsbedingt fehlten hier auch viele Stammkräfte. Eine Absage der Teilnahme im Vorfeld kam für ihn aber nicht in Frage: „Ich wollte dem DHB die 500 Euro einfach nicht geben. Das habe ich nicht eingesehen.“ Am Zusammenfluss von Nagold und Enz wird ein Aufgebot, „eine Mischung aus zweiter und dritter Mannschaft sowie dem Rest der ersten“ zusammengebastelt, meinte Taafel. Trotzdem hofft er, „dass doch ein paar Zuschauer kommen werden, um wenigstens die Schiedsrichterkosten rauszubekommen“. Das ist Oftersheim/Schwetzingen letzten Samstag definitiv nicht gelungen. Beide Seiten mussten einiges drauflegen. mj