„Ausgerechnet ein Nußlocher“, war nach dem Drittliga-Derby zwischen der SG Nußloch und der HG Oftersheim/Schwetzingen (HG gewann 25:23) auf der SGN-Homepage zu lesen. Dabei handelte es sich um den noch A-jugendlichen Handball-Torwart Maximilian Herb, der mit daran beteiligt war, eine verrückte Begegnung am Ende zu drehen.


Er war beim 18:19 (42.) eingewechselt worden und erlebte die hitzigste Phase der Partie auf dem Spielfeld als Protagonist. “Er hat eine gute Leistung gezeigt und hat seine Chance genutzt,” kassierte er dann später öffentliches Lob von seinem Trainer Holger Löhr.


Handballerische Gene vorprogrammiert
Doch beim 23:20 schienen der HG die Felle davonzuschwimmen. Herb beschreibt seine Gefühlslage in der turbulenten Schlussphase: „Ich habe noch an den Sieg geglaubt, da wir uns nie aufgegeben haben. Es war dann ein überragendes Gefühl.“ Den 18-jährigen Schüler, der später einmal Lehrer der Fachrichtung Mathematik und Technik werden will, braucht man nicht zu fragen, wie er zum Handballsport kam. Diese Gene wurde dem Sohn von Rückraumspielerin Bettina und Torwart Rainer quasi in die Wiege gelegt. „Das erste, wohin mich meine Mutter nach der Geburt aus dem Krankenhaus mithingenommen hat, war eine Halle, in welcher mein Vater gerade ein Spiel hatte. Ich war dann gefühlt jedes Wochenende in einer Sporthalle.“
In der B-Jugend war der Keeper dann zur HG-Jugend gewechselt, um Baden-Württemberg-Oberliga und auch Jugend-Bundesliga zu spielen. Nicht erst jetzt in seiner letzten Jugend-Saison gehört er fest zum Kader der Aktiven, wird meist in der „Zweiten“ eingesetzt. Ob er heute Abend gegen Neuhausen/Erms wieder mit dabei sein wird oder mit der „Ib“ in Friedrichsfeld spielt, wusste er zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht. „Das entscheiden die Trainer, ich spiele da, wo ich hingeschickt werde.“ Er hatte schnell erkannt, dass es bei den Männern anders zugeht als im Nachwuchsbereich. „Da gibt es einem großen Unterschied zwischen Jugend- und Erwachsenenspielen. Bei den Männern sind die Würfe härter und platzierter, wodurch ich mein Stellungspiel anpassen musste.“
Und egal in welcher Mannschaft, der Musikfan will weiter vorankommen. „Ich möchte mich handballerisch weiterentwickeln und so hoch wie möglich spielen. Das Torwart-Training mit Michael Braun bringt mir viel, da ich immer noch Fehler in meinen Bewegungen und in meinem Stellungsspiel habe. Und ich habe mich durch dieses Spezialtraining stark verbessert, da mit Michael jemand der Ahnung vom Torwart-Spiel hat, uns trainiert.“  mj
HG Oftersheim/Schwetzingen – TV Neuhausen/Erms (Samstag, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)