Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge würde den Drittliga-Handballern der HG Oftersheim/Schwetzingen ein Erfolg am Wochenende gut zu Gesicht stehen, um eigene Ziel zu erreichen. Doch der Weg führt zwar nicht weit, es geht gerademal „um die Ecke“ nach Nußloch. Aber dort residiert ja bekanntlich der amtierende Meister SGN und hat auch diese Saison noch die Chance, seinen Titel zu verteidigen (wir berichteten).

Allerdings stuft Nußlochs Coach Christian Job diese Möglichkeit als „wenig oder nicht realistisch“ ein. Einen Sieg will er mit seinem Team aber dennoch einfahren. Denn an der Bergstraße hätte der Stachel der 20:21-Hinspiel-Niederlage lange nachgewirkt, ist auch jetzt noch gut in Erinnerung. Weniger zurückhaltend in Sachen Ambitionen auf 2. Liga gibt sich Jobs Sportkoordinator Christian Fingerle: „Wir haben uns bekanntlich entschieden, im Falle eines Aufstiegs diesen auch anzunehmen. Somit ist unsere Saison noch lange nicht vorbei”, mahnt daher auch davor, die letzten fünf Rundenpartien nur noch ausklingen zu lassen, heißt es auf der vereinseigenen Homepage.

Auf jeden Fall wird auch schon intensiv am neuen Kader gebastelt und geplant. Inzwischen wurde unter anderem bekannt, dass Linkshänder Adrian Fritsch die HG verlassen wird und wieder zur SGN zurückkehrt. Allerdings wird er mit seinem Kreuzbandriss noch eine ganze Weile warten müssen, bis er wieder auf dem Spielfeld steht. In den letzten fünf Rundenbegegnungen will er aber wie gehabt, alles für Oftersheim/Schwetzingen geben, wenn auch nur von der Tribüne.

Dort will er verfolgen, wie seine aktuellen Mitspieler sich schlagen. Auch sie haben noch Ziele, die es zu verwirklichen gilt. So  zählt es nicht nur, im Derby möglichst gut auszusehen, es zu gewinnen. Nein, die Jungs um Lukas Sauer und Daniel Hideg wollen unbedingt wieder mindestens auf Rang 6, um die „unnötige, dumme“ Saisonverlängerung mit der Vorqualifikation zum deutschen Pokalwettbewerb zu umgehen.

Die Vorbereitung dazu, das Training in den Osterwochen verlief zwar nicht immer optimal. Dennoch gelang es, sich intensiv mit dem Gegner und dessen Spielweise auseinanderzusetzen. Und das Coach-Gespann Holger Löhr und Matthias Polifka hat einige Überraschungsvarianten vorbereitet, über die es sich natürlich nicht näher auslassen wollte.  mj

SG Nußloch – HG Oftersheim/Schwetzingen (Samstag, 20 Uhr, Olympiahalle)