Noch keine endgültigen Entscheidungen

Ein möglicher Eklat wegen der Abstellung eines großen Teils der Rhein-Neckar-Löwen II in die Champions League nach Polen wurde vermieden und der TV Neuhausen/Erms bezwungen. Gleichzeitig sicherte der SV Kornwestheim im Top-Duell der punktgleich Führenden im Schlussspurt seine Tabellenführung ab. Also ein durchaus turbulenter Spieltag in der Südstaffel der 3. Liga, der noch keine wesentlichen und endgültigen Entscheidungen herbeiführte. Dabei spielten die Ränge 3 bis 7 gegen jeweils dahinter Platzierte von den Positionen 12 bis 16 und die Plätze 8/9 sowie 10/11 trugen Tabellennachbarschaftsduelle aus.

HBW Balingen-Weilstetten II – SV Kornwestheim 31:32 (17:15)

Das Spitzenspiel schien sich zu einer eindeutigen, der „üblichen“ Angelegenheit zu entwickeln. HBW stampft in der Regel einfach alles, was bei ihm zu Besuch vorbei kommt, in Grund und Boden: 14:7 nach fast 21 Minuten durch Jan Bitzers siebten (von 13) Treffer. Und dann kam die Ausnahme von der Regel: 17:17 (33.). Mit 30:27 (55.) schien die Sache wieder gerettet, doch der routinierte Spitzenreiter beseitigte dieses Manko in der Restspielzeit, fügte HBW die allererste Heimniederlage bei.

Rhein-Neckar-Löwen II – TV Neuhausen/Erms 28:26 (15:12)

Mit dem teilweise doch etwas unerwarteten Erfolg der „RNL-Restrampe“ springt das Heimteam wieder auf Rang 2. Im Schwabenland (und im Netz, wo auch von „Wettbewerbsverzerrung“ im Vorfeld zu lesen war) ließ die Häme nicht lange auf sich warten. Als „Joker“-Spiel im Ermstalboten angekündigt, bei dem Geschäftsleiter Nico Held forderte: „Von der ersten Sekunde an sollen die A-Jugendlichen spüren, dass es hier um Männerhandball geht. Wir dürfen sie nicht spielen lassen, sondern müssen ihnen den Schneid abkaufen.“ Es folgte dort postwendend nach der Niederlage die Schlagzeile: „Schlag in die Magengrube für TVN: A-Jugend zeigt lange Nase“.

Es waren übrigens die Rhein-Neckar Löwen, die am 28. Mai 2013 mit einem 32:21-Auswärtserfolg am damaligen viertletzten Spieltag den Abstieg des TVN aus der Bundesliga besiegelten und sich gleichzeitig die Eintrittskarte zur Champion League sicherten und seitdem dort ununterbrochen vertreten sind.

SG Köndringen/Teningen – SG Nußloch 30:36 (17:16)

Die heimische SG geriet nach der Pause ins Hintertreffen und muss sich nun wohl intensiv mit dem Thema Oberliga beschäftigen.

TSB Horkheim – TuS Dansenberg 33:27 (16:15)

Auch hier wurden nach der Pause Nägel mit Köpfen gemacht.

TuS Fürstenfeldbruck – TV Hochdorf 30:29 (14:14)

In einer Partie gleichwertiger Mannschaften hatte das Heimteam wohl im Endspurt das Glück des Tüchtigen und den Zeitpunkt des Abpfiffs für sich. 500 Zuschauer verfolgten diese Begegnung. Was bei anderen Teams Freude auslöst, wurde hier (Münchner Merkur) mit dem Wörtchen „nur“ kommentiert.

TSG Haßloch – HC Oppenweiler/Backnang 31:25 (14:14)

Nach leichtem Auf-und-Ab (8:7, 13:8, 14:14) verließen den Gast in Durchgang 2 allmählich die Kräfte (26:21).

HG Oftersheim/Schwetzingen – TGS Pforzheim 24:28 (8:13)

Nach diesem Match steht die TSG nun einen Zähler vor ihrem Gastgeber. Der erreichte nach dem 6:5 größtenteils keine Normalform mehr.

TSV Neuhausen/Filder – VfL Pfullingen 34:28 (18:15)

Auch in diesem Tabellennachbarschaftsduell zog der vormals nachrangig Platzierte um einen Punkt an seinem Kontrahenten vorbei. Zudem kann Neuhausen/Filder nicht mehr von Neuhausen/Erms überholt werden, hat somit den Klassenerhalt sicher in der Tasche. Nach 23:17 und 30:24 schaffte es der VfL zwar, den Rückstand zu verkürzen (30:28), dann war Schicht im Schacht. Eine Schlussphase die Pfullingens sportlichem Leiter Jörg Hertwig laut Reutlinger Nachrichten sauer aufstieß und er seinem Unmut in der Kabine Ausdruck verlieh.