Erster Trainerrauswurf, zwei weitere gehen freiwillig

Das Mittelfeld der 3. Handball-Liga Süd ist an diesem Spieltag enger zusammengerückt, da die vormals ersten Drei verloren haben – und wenn man soll will geht, dieser mittlere Bereich von Platz 1 (8 Minuspunkte) bis Rang 11 (13 Miese), erst dann ist ein kleiner Bruch zu den nachfolgenden Teams gegeben. Nußloch und Neuhausen/Filder nutzten die Gunst der Stunde, rückten auf die Podestplätze vor.Weiterhin bleibt festzuhalten, der TV Neuhausen steckt im Tief, wollte eigentlich „in der Goldstadt Pforzheim alten Glnz verbreiten“ (Homepage TVN), Haßloch hat seine Probleme zuhause, Balingen-Weilstetten welche auswärts und Oppenweiler/Backnang sendet im Abstiegskampf ein wichtiges Zeichen. Ansonsten bleiben die Liga und ihre Spielausgänge mehr oder weniger unkalkulierbar.


Trainerabgänge zu Rundenende – Rausschmiss bei Neuhausen/Erms
Dazu gibt noch drei Personalmeldungen in der Sparte Trainer. Joch Zürn will sich zum Saisonende zurückziehen. Sein Nachfolger in Horkheim wird Volker Blumenschein, der auch sein Vorgänger war. Bei Neuhausen/Filder wechselt Ralf Bader zur neuen Runde nach Bietigheim. Nachbar Neuhausen/Erms hat sich indes von Anel Mahmutefendic getrennt.


VfL Pfullingen – SV Kornwestheim            27:26 (15:17)
Es war eine knappe Entscheidung und beim 16:20 (39.) noch nicht unbedingt zu erwarten. Doch dann stand die VfL-Abwehr energisch im Wege. Pfullingen überholte (24:23), wurde zurückgedrängt (24:26/53.) und ließ dann keinen Gegentreffer mehr zu.


SG Nußloch – TuS Dansenberg     32:29 (16:13)
Ungefähr eine Viertelstunde vor Schluss machte der Meister nach 21:22 Ernst zog auf 29:25 davon. Christian Job pries dabei die Leidenschaft, die sein Team an den tag gelegt hätte.


TSV Neuhausen/Filder – HBW Balingen-Weilstetten II       39:31 (18:12)
HBW-Coach André Doster fimdet es überhaupt nicht spaßig, daran erinnert zu werden, dass sein Team auswärts punktlos war – und auch nach diesem Spieltag bleibt. Der Aufsteiger ließ seinen Gästen quasi keine Chancen. Hannes Grundler warf dabei 17 Tore.


SG Köndringen/Teningen – HG Oftersheim/Schwetzingen                 26:21 (16:12)
SG-Ikone Ole Andersen ging kurzzeitig ein wenig die Düse: „Es gab auch zehn Minuten in dem Spiel, als unser Plan nicht umgesetzt wurde, da habe ich mir fast in die Hose geschissen.“ Denn als HG-Keeper Marius Gabel umstrittenerweise Rot gesehen hatte, ließ sein Kompagnon zehn Minuten lag keinen Gegentreffer zu. Ansonsten hatte Köndringen/Teningen nach dme 9:9 die Sache gut im Griff.


TGS Pforzheim – TV Neuhausen/Erms     32:29 (12:15)
Fünf Siebenmeter verwarf die TGS, es reichte trotzdem zum Sieg über „den Anwärter auf einen Spitzenrang“ (Ermstalbote). Denn in Halbzeit 2 gab Pforzheim mit starker Defensive und zahlreichen Kontern meist den Ton an, nachdem es zuvor teilweise deutlich zurückgelegen war (von 9:13 über 17:17 auf 25:21 und 28:23 gedreht). Für TVN-Trainer Anel Mahmutefendic eindeutig „zu viele einfache Tore“. Für die Verantwortlichen an der Erms eine Niederlage zu viel. Montagabend wurde verkündet, der Coach muss gehen, Markus Bührer übernimmt bis Weihnachten.


TSG Haßloch – TuS Fürstenfeldbruck       24:27 (14:14)
Strittige und falsche Entscheidungen der Schiedsrichter hätten Haßloch auf die Verliererstraße gebracht, heißt es in Pfälzer Medienberichten. Stefan Job sah sogar „Blau“, weil er den gegnerischen Torwart, im Versuch den Ball während einer Unterbrechung zu bekommen, angegangen war. Michael Luderschmid wird von Haßlocher Seite dabei eine „theatralische Showeinlage“ vorgeworfen. TSG-Trainer Tobis Job hat aber auch viele freie Würfe der Seinen gesehen, die nicht ihr Ziel trafen. Nur bis zum 22:22 war die Partie offen, die letzte Viertelstunde gehörte dem Gast.


Rhein-Neckar-Löwen II – TSB Horkheim 34:37 (15:17)
34 Heimtore reichten nicht, da seine Deckung ein wenig langsam auf den Beinen gewesen sein, meinte RNL-Trainer Michel Abt. Bis zum 26:25 war allerdings noch nichts entschieden, aber die Crunch-Time ging an Horkheim.


HC Oppenweiler/Backnang – TV Hochdorf             27:26 (14:9)
Kellerduell pur: Der Vorletzte setzte sich hauchdünn gegen den Letzten durch und vergrößert dadurch die Distanz zu diesem. Dies deutete sich eigentlich lange an, bevor der HC es nach 18:11 und 24:19 bei eigener Hektik unnötig spannend machte.


Ausblick
Das nächste Wochenende ist eigentlich spielfrei, es stehen aber Nachholpartien und vorgezogene Begegnungen auf dem Programm. Beim TV Neuhausen/Erms steigt das Nachbarschaftsduell mit dem VfL Pfullingen (1. Spieltag), der TV Hochdorf trifft auf die HG Oftersheim/Schwetzingen (7. Spieltag), SV Kornwestheim spielt gegen HBW Balingen-Weilstetten II (10. Spieltag) und Neuhausen/Filder kreuzt die Klingen mit den Rhein-Neckar-Löwen II (16. Spieltag).  mj