Adrian Fritsch ist wieder im Team

Vor zwei Wochen lief Adrian Fritsch in Haßloch erstmals wieder für die HG Oftersheim/Schwetzingen auf. Fast ein Jahr musste sich der Drittliga-Handballer mit der Rolle des Zuschauers und jener eines Patienten begnügen. Nach den kürzeren Auftritten in der Pfalz folgte in Horkheim dann ein Spiel, in dem der Linkshänder schon über die ganze Spielzeit in die Partie mit eingebunden war.

Heute Abend will der 23-Jährige gegen den SV Kornwestheim erneut seinen Beitrag leisten, um die Punkte in der Schwetzinger Nordstadthalle zu behalten. Schließlich fehlt ja mit Daniel Hideg ein anderer Rückraumakteur. Schusspräzision und Ruhe dürften von dem  Zwei-Meter-Mann zu erwarten sein. Er bezog gegenüber unserer Zeitung Stellung zu seiner Verletzungsphase und dem Wiedereinstieg.

Wie verlief die Reha nach dem Kreuzbandriss?

Adrian Fritsch: Nach der Operation im Februar gab es zunächst ein paar Probleme mit der Schwellung im Knie. Nachdem diese beseitigt waren, ging alles schneller als erwartet und das letzte MRT im August zeigte keine Auffälligkeiten.

Wie war die Zeit, als Sie zum Zuschauen verdammt waren?

Fritsch: Sie war sehr schwer. Als alles gut lief, ging es. Aber sobald wir im Rückstand waren, wollte ich natürlich gerne eingreifen und der Mannschaft helfen. Da braucht es viel Geduld, die ich selten hatte. Die Zeit wurde aber mehr oder weniger erfolgreich genutzt, um Statistik für die Trainer zu führen.

Was für ein Gefühl ist es, jetzt wieder auf der Platte zu stehen?

Fritsch: Ein überragendes Gefühl. Ich habe lange überlegt, ob ich mich sicher genug fühle, um wieder in Haßloch zu spielen und habe es erst spät entschieden. Ich habe mich letztendlich doch bereit gefühlt und jetzt kann ich zum Glück sagen, dass es die richtige Entscheidung war. Ich bin froh, mit den Jungs jetzt in Horkheim den zweiten Sieg hintereinander gefeiert zu haben und freue mich auf die restliche Saison.

Was erwartet Sie und uns heute Abend?

Fritsch: Kornwestheim hat erst ein Spiel verloren und steht auf dem zweiten Tabellenplatz. Das interessiert uns aber alles nicht. Wir legen den Fokus auf uns und müssen zusammen als Mannschaft alles geben, vor allem jetzt da es ein paar Ausfälle zu beklagen gibt. Dies ist aber die Chance für die anderen Spieler, über sich hinauszuwachsen. Zusammen mit dem Publikum können wir es schaffen die zwei Punkte in Schwetzingen zu behalten.

HG Oftersheim/Schwetzingen – SV Kornwestheim (heute, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)