Bleiben die Teams aus dem „Ländle“ zusammen? Vorstellung einer möglichen Konstellation

Die letzte Relegation ist gespielt, ein möglicher Nachrücker wird ausgewürfelt – das Starterfeld für die Drittliga-Saison 2019/20 ist soweit komplett. Jetzt fehlt nur noch die Staffeleinteilung, der alle gespannt entgegenblicken. Aber die Neugier muss noch gezügelt werden. Erst am 16. Juni setzt sich die zuständige Spielkommission beim DHB zusammen und fällt ihre Entscheidung.

In Hin- und Rückspiel hat sich die HSG Konstanz (war zuvor Eisenach unterlegen) gegen Empor Rostock (hatte gegen Krefeld das Nachsehen) erfolgreich durchgesetzt und kehrt in die 2. Bundesliga zurück. 31:31 lautete das Ergebnis an der Ostseeküste, am Bodensee machten die Badener keine Gefangenen. Beim 25:13 (41.) war die Geschichte mit der 3. Liga für die HSG praktisch schon beendet und trudelte mit 33:29 aus. Rostock verbleibt in der 3. Liga, will aber erneut oben angreifen.

Nach dem letzten Spieltag der 2. Liga stehen nun auch die Absteiger fest. Diesmal gleich fünf an der Zahl, weil ja bekanntlich die Klassengröße auf 18 Mannschaften reduziert wird. Das sich auflösende und gescheiterte Projekt Neuss/Düsseldorf stand schon länger als Abgänger fest, jetzt müssen auch Dessau-Roßlau, Hagen, Großwallstadt und Wilhelmshaven in den sauren Apfel beißen.

Von den Oberligisten hatten sich anfänglich Hochdorf, Barmbek, Minden/Hille, Dresden II, Blaustein und Plochingen direkt in der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga durchgesetzt. Jetzt folgten noch Aurich, Vinnhorst, Kirchzell und Bad Neustadt. Dinslaken und Stralsund blieben auf der Strecke. Die Nachrücker-Reihenfolge wollen die beiden nicht mehr ausspielen, sondern sie lassen das Los entscheiden.

Somit harren 14 baden-württembergische Teams (Rhein-Neckar-Löwen II, Balingen-Weilstetten II, Horkheim, Pforzheim, Kornwestheim, Pfullingen, Oppenweiler/Backnang, Willstätt, Oftersheim/Schwetzingen, Großsachsen, Leutershausen, Nußloch, Blaustein, Plochingen) der zukünftigen Einteilung – und könnten gut durch Fürstenfeldbruck und Erlangen II auf Sollstärke ergänzt werden (so in einer hier im Süden von vielen favorisierten kompakten Variante).

Im Südwesten könnten sich dann Haßloch, Dansenberg, Hochdorf und Saarlouis wiederfinden, die mit Gummersbach II, Longerich, Neuss, Leichlingen, Bergischen Panthern, Schalksmühle-Halver, Volmetal, Hagen, Menden, Ahlen, Augustdorf und Spenge auf Punktejagd gehen könnten. Die verbliebenen Hessen (Groß-Bieberau/Modau, Rodgau/Nieder-Roden, Hanau, Gelnhausen, Dutenhofen/Münchholzhausen II, Baunatal) würden mit den unterfränkischen Kirchzell und Großwallstadt (spieltechnisch zum hessischen Verband zählend), mit Bad Neustadt, Leipzig II, Northeim, Hildesheim, Bernburg, Dessau-Roßlau, Magdeburg II und Dresden II eine Mitte-Ost-Gruppe bilden. 

Den weitgestreuten Norden sollten dann Aurich, Wilhelmshaven, Barmbek, Altenholz, Neustadt/Grömitz, Schwerin, Rostock, Oranienburg, Reinickendorf II, Potsdam, Burgdorf II, Anderten, Burgwedel, Vinnhorst (vier Teams aus dem Dunstkreis Hannovers), Minden II und Minden/Hille bilden. Aber noch ist das alles visionäre Zukunftsmusik und Wunschdenken.

Dabei wird auch klar ersichtlich, dass die räumliche Dichte deutschlandweit sehr ungleich verteilt ist. Neben Schwerpunkten im Bereich Ruhrgebiet („Straßenbahnliga“), dem Bereich Südniedersachsen, der Konzentration um den Rhein-Main-Raum sowie drei Mannschaften aus dem Berliner Umfeld stellen die württembergisch-badischen Vertreter einen gewichtigen handballerischen Ballungsraum dar.

mj