Hanau verteidigt Platz 3

 Zwei Themen beherrschten in weiten Teilen die Berichterstattung rund um den letzten Spieltag in der Oststaffel der 3. Liga – die Verabschiedung von Personal auf dem Feld oder daneben und der Rückblick auf die erlittenen Verletztenmiseren beziehungsweise das Hinzukommen neuer Ausfälle.

Das lang Zeit sehr eng gestaffelte Mittelfeld ab Rang 3, den sich im Endspurt Hanau gesichert hat, hat sich an den letzten beiden Spieltagen zwar noch ein wenig differenziert, aber nicht wesentlich, denn trotzdem folgen die Kontrahenten einander dichtauf, einige sind punktgleich.

SG Leutershausen – ThSV Eisenach           24:29 (9:14)

So beklagte der ThSV mehrere kaputte Akteure, die medizinische Abteilung hätte viel Arbeit vor sich, aber wenigstens wurde jetzt im Vorfeld der Relegation wieder gewonnen. SGL-Trainer Frank Schmitt ist indes „nicht unzufrieden“, wie er gegenüber den Weinheimer Nachrichten mitteilte, da sein Team nur in drei Spielen komplett gewesen sei.

 

SG Nußloch – MSG Groß-Bieberau/Modau             30:32 (14:16)

Eisenachs Vize Nußloch blieb derweil in einer umkämpften Partie (26:26/49.) sieglos. SGN-Torgarant Kevin Bitz (9/2 Treffer) war dann letztlich gegen die linke Angriffsseite der MSG unterlegen, wo die beiden Abgänger Michael Malik und Hrvoje Batinovic für zusammen 23 Tore sorgten.

 

HSG Hanau – SG Leipzig II                          33:31 (18:14)

Emotional wie im Vorfeld erwartet sei die Verabschiedung für Hanaus langjährigen Coach Patrick Beer gewesen. Rang 3 am Ende ist dabei die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Grund dafür war eine souveräne Leistung während zweier Unterzahlphasen. Damit verdrängte die HSG gleichzeitig die Thüringer von der zweiten Position der Rückrundentabelle.

 

TV Gelnhausen – HSG Rodgau/Nieder-Roden                        31:32 (16:16)

Die HSG vermeldet ebenfalls die punktemäßig beste Saison in der Drittklassigkeit und gleichzeitig mit Publikumsliebling Michael Weidinger einen „weiteren Verletzungsschock“. Etwas wurde der Schmerz durch den Auswärtssieg beim Lokalrivalen gelindert. Dort beim TVG wurde die Abwehrleistung moniert.

 

GSV E Baunatal – SG Bruchköbel              34:26 (11:17)

Mit diesem Erfolg polierte Baunatal seine eher mäßige Rückrundenbilanz noch einmal auf und versüßte Trainer Florian Ochmann seinen Abschied. Er und sein Team mussten im Abschlusstraining noch einen Stirnhöhlenbruch von Frederik Drönner verdauen. Bruchköbel moniert zu viele eigene Fehler und einige merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen“ (Kazimir Balentovic, sportliche Leiter im Hanauer Anzeiger).

 

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – HC Erlangen II                    26:26 (12:12)

Als Aufsteiger hat sich der Wetzlarer Unterbau mehr als gut verkauft, obwohl das „Verletzungspech“ (Trainer Thomas Weber) mehr verhindert hätte. Dies gilt aber auch für die „Zweite“ von Erlangen, dem letztjährigen Dritten. Da mutet die Punkteteilung im ausgeglichenen Spielverlauf gerecht an.

 

HG Oftersheim/Schwetzingen – HSC Coburg II      26:24 (8:14)

Lange ließ sich der Gastgeber von dem HSC-Unterbau narren, dann aber kehrten Kampfesgeist und Siegeswillen zurück. Die HG-Männer wussten, was sie ihrem Publikum schuldig waren. Löhr lobte noch einmal seine verbliebenen Jungs, die den langen Ausfall mehrerer Stammkräfte immer wieder weggesteckt hätten. Bei Coburg wurde indes überlegt, ob es angesichts einiger Ausfälle überhaupt Sinn mache, an der Relegation der Tabellen-14. teilzunehmen, auch weil die Chancen auf einen freien Platz zum Klassenerhalt sehr gering seien. 

 

TV Bruck – TVG Großsachsen                     28:25 (14:12)

„Eigentlich gehören wir in diese Liga“ meinte TVB-Coach Roland Nixdorf, „aber aus irgendwelchen Gründen hat es nicht gereicht“. Gereicht hat es für Großsachsen, für das der Abpfiff wohl neun Minuten zu spät kam (23:25/51.). Dann waren nur noch die Franken am Zug, auch weil beim TVG „gesundheitliche Ausfälle“ am Durchhaltvermögen zehrten.