Der letzte Vorhang der aktuellen Drittliga-Saison fällt für die  Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen diese Runde vor heimischer Kulisse. Ihre Abschiedsvorstellung geben sie gegen die zweite Mannschaft des HSC Coburg.

„HSC-Reserve braucht einen irren Endspurt“ hieß es noch vor etwas mehr als einen Monat bei den Franken auf ihrer Homepage. Dann wurde die vereinseigne Berichterstattung weitgehend eingestellt. Denn die Überraschung blieb aus, das Kunststück, den 13. Rang zu erreichen wie in den beiden Vorjahren, fand 2019 keine Wiederholung. Der Abstieg ist schon länger besiegelt, der Ausblick auf eine mögliche Relegation und einen dabei erzielten nachträglichen Klassenerhalt eher theoretischer Natur. Trotzdem gibt sich das Team noch kämpferisch, knöpfte Baunatal einen Zähler ab und unterlag Hanau zuletzt nur mit einem Tor Differenz.

So steht also zu erwarten, dass die Coburger nicht gerade nur Spalier stehen wollen, wenn sich die HG-Männer von ihrem Publikum in die Sommerpause verabschieden. Da dürfte noch einmal Kampf bis in die Schlussminuten angesagt sein. Aber die Mannschaft hat sich fest vorgenommen, zum Dank für die anhaltende Unterstützung, noch einmal alles in die Waagschale zu werfen und zu siegen.

„Auch wenn wir unser ursprüngliches Saisonziel früh erreicht hatten, wollen wir zum Ende hin nicht nachlassen und immer 100 Prozent geben“, verkündet Trainer Holger Löhr. Er räumt aber auch ein: „Das haben wir allerdings in Leipzig nicht auf die Platte gebracht. Jetzt wollen wir aber zeigen, dass es auch anders geht, wollen einen guten Abschluss bieten.“ Er sei aber auf jeden Fall stolz darauf, wie seine Mannschaft besonders die Rückrunde bestritten habe und allen Widrigkeiten meist erfolgreich trotzte.

Mit dem HSC kommt auch ein Oftersheimer zurück in die Kurpfalz. Lars Fichtner spielte bis zur C-Jugend bei der HG, bevor es ihn in die große Handballwelt hinauszog. Zunächst besuchte er die damals noch installierte Nachwuchsschmiede des ThSV Eisenach. Nun wurde er bei seinem aktuellen Team letzte Woche verabschiedet. Er wolle sich auf sein Bauingenieurstudium konzentrieren, außerdem plagen ihn anhaltende Knieprobleme. Gegen Hanau markierte Fichtner allerdings noch drei Minuten vor Abpfiff den Ausgleich, der aber in den Schlusssekunden nach einem Siebenmeter von Jan-Eric Ritter bedeutungslos war. Gefährlichster Angreifer indes ist beim HSC Andreas Wolf. mj