Rekordverdächtige Trefferausbeute am 27. Spieltag - Abwehrreihen öffnen alle Schleusen zu 570 Toren

430 Tore fielen am vorletzten Spieltag in der Oststaffel der 3. Liga, 406 und 411oder mal 458 waren es seit Ende August davor. Aber schon die ersten beiden angepfiffenen Begegnungen der aktuellen 27. Runde (Baunatal – Nußloch und Erlangen – Hanau) waren zumindest in Hälfte 1 da spendabler, geizten nicht mit Treffern (normalerweise knapp 27 pro Spielhälfte). 506 waren es dann bereits bei den sieben Samstagsspielen und am Sonntag steuerten Bruchköbel und Großsachsen auch noch die ordentlich Anzahl von 64 bei.

ThSV Eisenach – HG Oftersheim/Schwetzingen 34:24 (19:11)

Die Thüringer vermelden gegen ihren alten Zweitliga-Rivalen des letzten Jahrzehnt einen Zuschauerrekord und der Gast war von dieser gigantischen Stimmung angetan, stand bei Eisenachs Vorstellung aber zeitweilig doch ein wenig im Weg herum (7:5 bis 11:9), verdarb die Party aber letztlich nicht.

GSV E Baunatal – SG Nußloch  35:29 (19:17)

Den Vizetitel wollte die SGN vorzeitig absichern, aber da muss sie noch weiter warten, braucht noch einen Zähler. Den könnte sie gegen Gelnhausen einfahren.

SG Leutershausen – HSC Coburg II  26:21 (15:12)

Einmal mehr gestützt auf Keeper Alex Hübe (35) fuhr die SGL gegen ein nicht voll besetztes Gästeteam nicht nur den Sieg ein, sondern kletterte nach der torärmsten Partie des Spieltages wieder auf Rang 3. Coburg darf jetzt gegen Eisenach antreten und hat wahrscheinlich mal ein paar mehr Zuschauer zu erwarten, aber wohl nicht unbedingt nur Einheimische.

HC Erlangen II – HSG Hanau  27:29 (18:18)

Beim 27:27, 75 Sekunden vor Schluss nahm Erlangen die Auszeit, aber es war der Gast, der noch zweimal traf. Der HCE-Zwischenspurt mit vier Siegen in Folge ist definitiv vorbei. Jetzt geht es in die Kurpfalz zur HG Oftersheim/Schwetzingen und es könnte die driette Niederlage in Serie drohen. Hanau indes tritt gegen Dutenhofen/Münchholzhausen an und hofft ebenso wie in Erlangen, auf alles eine gute Antwort parat zu haben.

HSG Rodgau/Nieder-Roden – TV Bruck 34:29 (17:18)

An der Toreflut hatte auch der Gast seinen Anteil, wie der HSG-Spielbericht verlauten lässt, „weil sich die Abwehrreihen beharrlich weigerten, Torwürfe zu verhindern“. Tempo und Spielfreude waren Trumpf. Aber nach dem 22:21 mussten die Franken abreißen lassen. Ob ihnen gegen Baunatal ein weiteres Feuerwerk gelingt zu zünden?

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – SG Leipzig II 32:32 (21:18)

Die HSG-Negativserie ist beendet, Trainer Thomas Weber bewertete die „Grundeinstellung wieder positiv“, aber für Leipzig ist der eine Punkte eventuell zu wenig, aber das wird erst die Endabrechnung zeigen. Noch stehen die Sachsen über dem Strich und mindestens diese Position wollen sie auch gegen Leutershausen verteidigen.

TV Gelnhausen – MSG Groß-Bieberau/Modau  26:26 (15:17)

Ein typischer Fall von einem Mittelfeldgeplänkel zweier Hessen-Clubs, bei dem MSG-Werfer Michael Malik schon über eine Minute vor Abpfiff den ausgeglichenen Endstand herstellte. Die MSG hatte dabei vor der Pause Vorteile (3:9 über 7:11 bis 10:14), die Gastgeber danach. Jetzt erwartet Groß-Bieberau/Modau die SG Buchköbel.

SG Bruchköbel – TVG Großsachsen  30:34 (19:16)

Mit dem Abstieg hatten sich die Bruchköbler schon abgefunden, jetzt steht dieser auch rechnerisch fest, Platz 14 soll noch drin sein, dürfte aber schwierig werden. Aber den will Coburg II – zumindest nach unten hin – nicht räumen, und könnte sich sogar noch auf Kosten von eben „Saase“ oder  Leipzig II retten. Auf der anderen Seite hat der TVG den Klassenerhalt dafür eigentlich schon fast in der Tasche, spielt jetzt gegen Rodgau/Nieder-Roden. mj