Überraschungsserie hält an

Die Serie von Überraschungen in der Oststaffel der 3. Liga hält weiterhin an. Wetten nach Tabellenständen sollte man vielleicht besser bleiben lassen. Bruchköbel verhielt sich allerdings mehr oder weniger „normal“ und ist zur Belohnung jetzt mal wieder Letzter, weil die Leipziger Konkurrenz hingegen punktete. Die Mitte des Klassements bleibt dafür kompakt. Den Neunten Gelnhausen fehlen fünf Zähler bis zum Zweiten Nußloch, der knapp an einem Punktverlust vorbeischrammte.

TVG Großsachsen – ThSV Eisenach  24:27 (9:12)

Manche Pferde springen wohl nur so hoch wie sie müssen. Nach den letzten zwei Remis (Trainer Sead Hasanefendic: „Global gesehen nur ein Schönheitsfleck“), machte es der ThSV bei „Saase“ zumindest ergebnistechnisch besser. Mit dem 18:17 von Jan Triebskorn lag der TVG vorne, Eisenachs Neuzugang Youv Lumbroso drehte dann auf und entschied die Partie fast im Alleingang. Eisenach erwartet jetzt Erlangens zweite Mannschaft, Großsachsen Groß-Bieberau/Modau.

SG Nußloch – HG Oftersheim/Schwetzingen 22:21 (8:8)

Das hätte für die SGN auch ins Auge gehen können, tat es aber nicht. Die HG O/S, in der Vorwoche zuhause noch gegen Bruck (dort wird die SGN am Samstag vorstellig) in eine Pleite geschlittert, hatte zumindest eine Punkteteilung im Visier. Aber Nußlochs Rechtsaußen Christian Buse beendete alle Träumereien. Gegen Hanau sollen jetzt die ersten Zähler 2019 für Oftersheim/Schwetzingen her.

GSV E Baunatal – SG Leipzig II 29:29 (12:15)

Baunatal will oben mitspielen, tut es auch. Aber so ganz passte der Punktverlust gegen das ehemalige Schlusslicht nicht ins Bild. Und da GSV Eintracht fast durchgängig hinten lag, muss das Unentschieden eigentlich schon als Erfolg gewertet werden. Trainer Florian Ochmann sah ein: „Mit dem Punkt müssen wir zufrieden sein.“ Jetzt geht es für ihn nach Gelnhausen, Leipzig fährt zum Kellerduell nach Coburg, wo im Erfolgsfall ein Nichtabstiegsplatz winken würde.

MSG Groß-Bieberau/Modau – SG Leutershausen 19:31 (8:13)

In Eisenach hat die MSG noch geglänzt, in heimischer Hütte hingegen brillierte die SGL praktisch vom Start weg an. Grundlage war ihre Deckung, die die Hessen nicht wirklich zu knacken wussten. Zu viele Leistungsträger wären ausgefallen“, meinte MSG-Manager Georg Gaydoul, sie waren auf der Platte zwar präsent, mehr aber auch nicht.

HSG Rodgau/Nieder-Roden – HSG Hanau 22:22 (11:10)

Sie wähnten sich auf Augenhöhe und Halbzeit- und Endstand deuten auf eine ausgeglichene Partie hin, doch weit gefehlt. Beim 17:22 (56.) waren dem Gastgeber eigentlich alle Felle davon geschwommen. Es folgte eine fast unglaubliche beinahe fünfminütige Aufholjagd ohne jeglichen Gegentreffer. Rodgau/Nieder-Roden hat nun mit Bruchköbel das nächste Derby vor der Brust.

TV Bruck – HC Erlangen II 20:29 (10:15)

Erneut volles Haus bei diesem Stadtduell (1100 Zuschauer), doch diesmal setzte sich der Favorit – obwohl „auswärts“ angetreten – recht klar und früh durch, sodass im Gegensatz zum Hinspiel (Remis) die Spannung darunter ein wenig litt, auch das Feuer hätte gefehlt, bemängelte die lokale Presse in ihrem Kommentar.

SG Bruchköbel – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II 21:27 (14:13)

Ohne den verletzten Spielertrainer Tegaday Ramos-Nuez auf dem Feld, war nach dem 16:16 nur noch die HSG am Drücker (16:21, 17:25). Sein Plan sei aufgangen, freute sich HSG-Trainer Thomas Weber, der sich auf seinen Werfer Torben Waldgenbach verlassen durfte (10 Treffer). Nun trifft der Wetzlarer Unterbau auf Leutershausen.

TV Gelnhausen – HSC Coburg II 25:28 (13:14)

Beim TVG herrsche „Ernüchterung pur“ titelte das ansäßige Lokalblatt. Der HSC hatte ihn trotz etlicher Ausfälle (allerdings mit zwei bundesligaerfahrenen Akteuren als Aushilfen) wohl reichlich düpiert. Nach dem 16:15 und verbesserter HSC-Abwehrarbeit, drehte sich das Blatt in nur 160 Sekunden drastisch, der Außenseiter lag mit vier Toren Abstand vorne und gab die Partie nicht mehr her. mj