Eisenachs Vorsprung wächst weiter

Auch wenn Schlusslicht Leipzig gewonnen hat, bleibt es Träger der Roten Laterne in der Oststaffel der 3. Liga. Da der Sieg aber gegen den Vorletzten Bruck eingefahren wurde, sind die Sachsen noch nicht komplett abgeschlagen. Und mit Coburg gewann ein zweites Kellerkind, das sonst Zweitletzter geblieben wäre – und dies ausgerechnet gegen das vormalige Zweite Nußloch. Letztendlich bedeutet dies, Eisenachs Vorsprung nun um einen weiteren Zähler angewachsen ist. Und auch wenn ThSV-Trainer Sead Hasanefendic meint, es sei noch zu früh dafür, kann schon mal nach den potentiellen Gegnern für die Relegation zur 2. Liga geschaut werden. Sollte es jetzt noch anders kommen, hätten die Thüringen den Aufstieg wohl auch nicht verdient.

ThSV Eisenach – TV Gelnhausen 33:22 (19:8)

Bis zum 25:10 (37.) pflügte der ThSV seine Gäste vor über 1800 Zuschauern regelrecht unter. „Einfach gigantisch und beeindruckend diese Kulisse“, befand Schiedsrichter Jonathan Winter. Gegen Ende dieses berauschenden Handballabends fand scheinbar nur Hasanefendic etwas auszusetzen, nämlich dass die Restspielzeit leicht an die Gäste ging.

SG Leutershausen – GSV E Baunatal 29:31 (13:18)

Fast im „Gleichschritt“ seien Leutershausen und Baunatal durch die Vorrunde spaziert, wird in der Vorschau kolportiert. Aber damit war es nach Anpfiff vorbei, der Gast hatte an der Bergstraße zunächst das Kommando inne. Doch die SGL holte sich den Vorteil zurück (26:24), wiederholte dann aber die vorherigen Fehler und wurde bestraft (26:30). „Wir haben nach den vielen Nackenschlägen eine überragende Moral gezeigt“, ließ sich der hessische Trainer Florian Ochmann in der HNA zitieren.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – HSG Rodgau/Nieder-Roden 28:30 (14:14)

Länger als die addierten Namen der beiden Kontrahenten war der Atem des Gastes, der in dieser ständig eng umkämpften Partie am Ende die Nase vorne hatte. Und so wurden aus ehemaligen Tabellennachbarn ein Drittplatzierter und ein Neunter, die nur zwei Punkte trennen. Heimtrainer Thomas Weber monierte eine unzureichende Deckungsarbeit, aber auch vorne klemmte es, um die 30 Gegentore zu überbieten. Für diese machte sein Opponent Jan Redmann seinen breit aufgestellten und altersmäßig gut durchmischten Kader verantwortlich.

HSC Coburg II – SG Nußloch 28:25 (16:14)

Die äußeren Umstände beim Favoriten waren nicht ganz passabel, Schneefall führte zu verspäteter Anreise. Für Interimscoach Philipp Müller indes keine Ausrede. Sein Team sei immer ein Schritt zu langsam gewesen, blieb aber (nach gewissen Dellen im Spielverlauf: 10:6, 22:18) lange durchaus in Schlagdistanz (26:25). Doch umsichtig sicherte sich der HSC-Unterbau den Sieg.

HC Erlangen II – SG Bruchköbel 38:23 (16:15)

Bei SGB sah es zu Halbzeit auch noch nach Plan aus, doch dann rückten die ersten Auswärtspunkte ganz schnell in ganz weite Ferne. Denn die Hessen trafen nur zweimal, die Franken setzten zehn bittere Nadelstiche (25:17).

HSG Hanau – TVG Großsachsen 31:22 (13:15)

Als auch hier die Gäste – obwohl in ihrer Personalsituation etwas angespannt – zur Pause noch führend in die Kabine gingen, war ihnen mit Sicherheit nicht bewusst, was nach dem Wiederanpfiff passieren sollte. Nämlich auf ihrer Seite nicht viel. Ebenfalls (wie Bruchköbel in Erlangen) gerade zwei Treffer wurden ihnen in den nächsten 20 Minuten gestattet (24:17). Sie seien nur ein Spielball, wurden regelrecht verprügelt, beschreibt die Offenbach-Post das Geschehen. Auch hier hätte sich der größer ausgerichtete Kader bemerkbar gemacht, meinte HSG-Trainer Patrick Beer, bevor am Dienstag sein überraschender Rückzug zu Saisonende bekanntgegeben wurde. Beim TVG hingegen verlängert Jan Triebskorn sein Engagement.

HG Oftersheim/Schwetzingen – MSG Groß-Bieberau/Modau 27:26 (12:9)

Eigentlich hatten die Kurpfälzer die Partie im Griff, uneigentlich versäumten sie es aber, dies auch ergebnistechnisch darzustellen. So war nach dem 20:21 (45.) eine Energieleistung von Kapitän Simon Förch (sieben Tore in Hälfte 2) nötig sowie es auch einiger wichtiger und spektakulärer Paraden von Torhüter Marius Gabel bedurfte, um das Ruder wieder mit Erfolg herumzureißen.

SG Leipzig II – TV Bruck 31:26 (14:14)

Im Duell der beiden Letzten gewann nach zuvor offenem Schlagabtausch (25:24) der Hausherr nach Mitte des zweiten Durchgangs allmählich die Oberhand, so dass auch Bruck bislang ohne Auswärtszähler dasteht. Das Spektakel fand übrigens in der Aufwärmhalle der Leipziger Arena statt, was die dürftige Kulisse erträglicher gestaltete. Der Hallenboden der eigentlichen Spielstätte war nicht auffindbar gewesen.

Ausblick

Die Partien vom nächsten Wochenende:  Rodgau/Nieder-Roden – Coburg II, Großsachsen – Oftersheim/Schwetzingen, Bruck – Hanau, Baunatal – Dutenhofen/Münchholzhausen, Groß-Bieberau/Modau – Erlangen II, Gelnhausen – Leutershausen, Nußloch – Leipzig II, Bruchköbel – Eisenach.