Einsame Spitze, dicht gedrängtes Mittelfeld

Da die Konkurrenz in der Oststaffel der 3. Liga nicht mitzog, ist die SG Nußloch nach Veränderungen auf der Trainerposition mit einem Auswärtserfolg nun wieder Zweiter. Der Vorsprung von Eisenach erhöht sich dabei nun weiter auf scheinbar uneinholbare acht Punkte. Hinter dem ThSV kämpfen die restlichen 15 Teams hautnah um jeder Veränderung ihrer Position, wobei ein Quartett im Moment abgeschlagen die abstiegsplätze unter sich verteilt.

ThSV Eisenach – SG Leutershausen 25:20 (13:6)

Ein wenig mehr hatte sich die SGL ja beim Spitzenreiter schon ausgerechnet, wollte unbekümmert aufspielen, aber im Endeffekt war sie vom Start weg chancenlos (10:4, 16:6). Als der ThSV mit der kritisierten „zweiten Formation“ austrudeln ließ, durfte Leutershausen das Ergebnis noch etwas beschönigen.

MSG Groß-Bieberau/Modau – SG Nußloch 19:24 (9:12)

Ob es an der neuformierten Trainercrew der SGN lag oder an dem schwachen Auftritt mit ungenügender Chancenverwertung des Hausherren sei dahingestellt. Letztlich war es eine souveräne Vorstellung des nun wieder Zweitplatzierten, der sich auch auf seinen Torhüter Marco Bitz verlassen durfte.

SG Bruchköbel – GSV E Baunatal 29:26 (15:13)

Scheinbar musste Baunatal, welches zuletzt einen Höhenflug zu verzeichnen hatte, doch seinen zahlreichen Ausfällen Tribut zollen. „Wir haben bald eine ganze Mannschaft an Verletzten zusammen“, zählte Trainer Florian Ochmann auf, wollte dies aber für „das vielleicht wichtigste Spiel bis Weihnachten“ nicht als Ausrede beim ehemals Vorletzten missbrauchen. „Heute hatten drei, vier Spieler einen gebrauchten Tag.“ Der Ex-Zweite aus Nordhessen kam auch mit der Manndeckung gegen seinen Spielmacher Marvin Gabriel nicht klar und monierte „eine desolate Schiedsrichter-Leistung“.

HC Erlangen II – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II 41:20 (21:10)

Vor der HCE Spielstärke hatte die HSG schon im Vorfeld Respekt und während dem Spiel wohl ein wenig zu viel davon an den Tag gelegt. Wetzlars Trainer Thomas Weber sah sich bei diesem „herben Dämpfer“ (Gießener Allgemeine), dieser „kapitalen Pleite“ (Gießener Anzeiger), in seiner Einschätzung bestätigt, dass Erlangen eines der besten Teams der Liga stellt.

HSG Rodgau/Nieder-Roden – TV Gelnhausen 21:21 (13:10)

Wieder einmal Derby pur und nach dramatischem Verlauf fand sich vielleicht zu Recht auch kein Verlierer. Auch HSG-Torwart Marco Rhein trug sich als Torschütze ein. Aber nicht wie gedacht in den leeren Kasten des TVE sondern als Konterläufer (im Video der Offenbach-Post: https://www.op-online.de/sport/lokalsport/hsg-rodgau-nieder-roden-org99993/torwart-rhein-glaenzt-linksaussen-10832704.html). Alles in allem „echte Werbung für den Handball“, meinte TVG-Trainer Matthias Geiger.

SG Leipzig II – HSG Hanau 30:36 (10:15)

Leipzig wollte etwas reißen, doch am Ende trieben knapp 100 Auswärtsfans Hanau zum Sieg. Und dies ohne den erkrankten Torhüter Sebastian Schermuly. Die Sachsen bleiben damit abgeschlagen Letzter.

HSC Coburg II – HG Oftersheim/Schwetzingen 25:26 (10:12)

Die Kurpfälzer taten sich schwer, hielten aber letztlich die Franken in Schach. Nach dem 19:23 wurde es mit 24:24 und 25:25 mehr als spannend. Ein genialer Rückhandpass von Daniel Hideg auf den völlig freistehenden Linksaußen Max Barthelmeß brachte die Entscheidung. Für HSC-Trainer Till Riehn einfach nur „ärgerlich“.

TVG Großsachsen – TV Bruck 34:29 (18:12)

Mit diesem Erfolg hat Großsachsen endgültig Abstand zum Tabellenkeller gewonnen und seinen Gegner in selbigen verbannt. Aber es blieb lange spannend. Erst gegen Ende wurden letzte Unklarheiten beseitigt. Bruck hat die Niederlage akzeptiert, ist aber auch bereit, sich in der Rückrunde dem Abstiegskampf zu stellen.

Ausblick Rückrundenstart

Dieser beginnt für den TVB gleich mit dem Kellerduell bei der SG Leipzig II, Coburg II stellt sich der SG Nußloch und Bruchköbel wird bei Erlangen II vorstellig. Spitzenreiter Eisenach erwartet hingegen Gelnhausen als klarer Favorit. Seine erweiterten Verfolger Leutershausen und Baunatal stehen sich im direkten Duell gegenüber. Das Derby dieser Woche bestreiten Wetzlar II und Rodgau/Nieder-Roden. Weitere Mittelfeldvergleiche finden zwischen Oftersheim/Schwetzingen und Groß-Bieberau/Modau sowie Hanau und Großsachsen statt.