Julian Zipf will Leipzig II nicht unterschätzt wissen

Vor etwas über einem Jahr nach ebenfalls 13 absolvierten Handball-Spieltagen stand die HG Oftersheim/Schwetzingen in der Südstaffel der 3. Liga mit 19:7 Zählern auf einem zweiten Rang hinter Kornwestheim bevor dann der Faden ein wenig verloren ging. Dass es aktuell in der Oststaffel mit beinahe der konträren Punktzahl (10:16) nicht ganz so gut hinhaut, mag auch der Vielzahl an bisher bestrittenen Auswärtspartien liegen. Außerdem ist diese Staffel mit einem damals völlig anders strukturierten Teilnehmerfeld nur schwer zu vergleichen.

Mit Julian Zipf, einem Ur-Oftersheimer Handballer in der x-ten Generation, sprachen wir über die aktuelle Situation vor der anstehenden Partie gegen die SG Leipzig II, aber auch über andere Dinge. Denn der 21-Jährige teilte auch mit, dass er seinem Hematverein TSV Oftersheim und somit der HG auch weiterhin die Treue hält. Deren sportliche Leiter Martin Schmitt führte für den Verbleib des Rückraummannes gewichtige Gründe an: „Mit seiner Entwickling nach seiner langwierigen Verletzung sind wir sehr zufrieden.“ Zipf hatte mit einem Knorpelschaden im Knie zu kämpfen und war für 18 Monate praktisch direkt nach seiner Jugendzeit außer Gefecht gesetzt. „Julian hat sich zunehmend auf dieser Spielebene, der dritten, etabliert“, meinte Schmitt weiterhin. „Er sollte zu einer wichtigen Säule in unserer Dritt-Liga-Mannschaft heranreifen. Aber wir gestehen einem so jungen Spieler auch noch Schwankungen zu“, in der Hoffnung, dass diese möglichst gering ausfallen werden und schon gar nicht am Sonntag vorkommen.

Trübt die Teamausbeute von nur  fünf Punkten aus den letzten zehn Spielen eure allgemeine Laune?

Julian Zipf: Die Stimmung im Team ist weiterhin gut. Wir wussten alle vor der Saison, dass es schiwerig werden würde, vor allem auch aufgrund unserer Verletztenliste. Wir lassen uns nicht verrückt machen, kommen mit guter Laune zum Training und arbeiten intensiv als Mannschaft weiter an unseren Defiziten.

Im Gegensatz dazu kommst du, lange Zeit als Abwehrexperte eingesetzt,  jetzt auch vorne in Schwung, wie fühlt sich das an?

Zipf: Natürlich bin ich froh darüber, meine Einsatzzeit im Angriff auch mit Toren zurückgeben zu können. Ich denke, da habe ich noch immer einiges an Verbesserungspotential und ich versuche im Training, weiter hart an mir zu arbeiten. Die Rolle als Abwehrspezialist half mir damals nach meiner Knieverletzung, schnell wieder ins Team zu finden.

Ist jetzt der Druck, siegen zu müssen, gegen einen Tabellenletzten besonders groß?

Zipf: Mit Leipzig erwartet uns zwar auf dem Papier das Schlusslicht, allerdings lassen wir uns davon nicht blenden und haben großen Respekt vor dem Gegner. Es wird sicherlich eine Menge Arbeit. Wir wissen aber auch um unsere eigenen Stärken, die wir vor eigenem Publikum schon öfter zeigten. Somit hoffen wir, die zwei Punkte in der Nordstadthalle zu behalten.

Wie kam es zu der vorzeitigen Vertragsverlängerung?

Zipf: Als Oftersheimer Junge genieße ich es, auch mal mit dem Fahrrad ins Training fahren zu können. Wer kann das in der 3. Liga so schon von sich behaupten? Ich kann noch so viel von meinen Trainern Holger Löhr und Matthias Polifka lernen, zum einen handballerisch, aber auch für meine Trainertätigkeit bei der HG und beim BHV. Ich habe mich deswegen entschieden, meinen Vertrag um zwei Jahre zu verlängern und möchte der HG treu bleiben.

HG Oftersheim/Schwetzingen – SG Leipzig II (Sonntag, 15 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)