Droht die Spaltung in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft?

 

 Die Tabelle der Oststaffel der 3. Liga ist mit dem 13. Spieltag wieder im Lot, obwohl nur sieben Spiele angepfiffen wurden. Die Partie ThSV Eisenach – HSC Coburg II wurde schon vor zwei Wochen ausgetragen (28:24, wir berichteten). Und allmählich könnte sich in der Mitte eine Kluft auftun, da die Teams der unteren Ränge allesamt Niederlagen zu verzeichnen hatten, dem entsprechend die oberen (mit Ausnahme von Gelnhausen) gewannen.

 

GSV E Baunatal – TV Bruck         28:27 (15:12)

 

Nicht ganz so klar wie sich die Tabellenverhältnisse darstellen verlief dieses Match, aber die zweitplatzierten Baunataler kamen nach 25:26 mit einem blauen Auge davon. „Größere Stressresistenz (Trainer Florian Ochmann) sei ausschlaggebend gewesen, die soll jetzt gegen Rodgau/Nieder-Roden wieder bemüht werden. Bruck erwartet Groß-Bieberau/Modau.

 

SG Leutershausen – SG Leipzig II               28:22 (16:13)

 

Auch Leutershausen mühte sich zu einem „glanzlosen Arbeitssieg“ (Weinheimer Nachrichten, Leipzig verwarf vier Siebenmeter und traf etliche Male nur Aluminium) und durfte sich auf Mittelmann Philipp Jaeger verlassen, der wohl zu Saisonende an Bergstraße aufhören wird. Jetzt fährt Leipzig zu Oftersheim/Schwetzingen und ob Erlangen seine Miniserie von nun drei Siegen in Leutershausen ausbauen wird, bleibt offen.

 

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – HSG Hanau           25:21 (13:9)

 

Achter Erfolg hintereinander (von neun insgesamt) – jetzt will der Wetzlarer Unterbau auch Eisenach würdig empfangen. Torben Waldgenbach hat sich dafür schon Mal warmgeworfen und den Sieg abgesichert, während Hanau seine dritte Niederlage in Folge (die fünfte in sechs Spielen) als verdient ansah, aber irgendwie nicht so recht zu begründen wusste. Gegen Coburg soll nun wieder auf Sieg gespielt werden.

 

HSG Rodgau/Nieder-Roden – TVG Großsachsen                   32:27 (17:9)

 

Die HSG lässt weiterhin zuhause nichts anbrennen, Großsachsen stand praktisch von Beginn an (5:1) auf verlorenem Posten. Das Ergebnis spiegelt ein wenig die Ergebniskosmetik der letzten Minuten nach 21:9 und 30:19 wider.

 

TV Gelnhausen – SG Nußloch       27:32 (11:16)

 

Adrian Fritsch zeigte bei seinem Comeback nach Kreuzbandriss wozu er fähig sein kann, trug sieben Treffer zu einer Partie bei, die ab dem 21:22 eher spannungsarm verlief. Jetzt kann Großsachsen zum Bergstraßen-Derby kommen. Gelnhausen hat ein Lokalduell mit dem angeschlagenen Bruchköbel vor der Brust.

 

HC Erlangen II – HG Oftersheim/Schwetzingen 32:26 (17:13)

 

Kurz vor der Pause setzte sich der Gastgeber ein wenig ab und in der Folge seinen Vorsprung nicht mehr her. Diesem vor der Pause kassierten Rückstand rannten die Kurpfälzer ständig hinterher (21:18, 26:19). Eine Umstellung auf eine 5:1-Abwehrformation oder eine direkte Manndeckung von Benedikt Kellner (acht Tore), dem herausragenden Junioren-Nationalspieler Erlangens auf Halblinks, brachte dabei nur geringen Ertrag ein.

 

SG Bruchköbel – MSG Groß-Bieberau/Modau       25:27 (12:16)

 

Die SGB kommt einfach nicht aus ihrem Tief heraus und präsentierte sich teilweise auch so. Die MSG hatte eigentlich eher leichtes Spiel und ließ lediglich gegen Ende etwas in ihrer Konsequenz nach.