Endlich im Main-Kinzig-Raum punkten

Mike Junker

 

Zweimal war die HG Oftersheim/Schwetzingen zuletzt im zentralhessischen Main-Kinzig-Raum bei dort ansässigen Handball-Drittligisten zu Gast und kehrte mit zwei Niederlagen aus Hanau und von Rodgau/Nieder-Roden zurück. Im dritten Versuch sollen jetzt aber beim TV Gelnhausen (Freitag, 20.30 Uhr) endlich Zähler eingefahren werden.

Doch das ist definitiv keine einfache Aufgabe, wie HG-Coach Holger Löhr einschätzt. „Das ist eine Mannschaft, die zuhause bärenstark auftritt.“ Aber zwei Punkte würden seinem Team nach drei verlorenen Spielen in Folge gut stehen, um sich von den absoluten Niederungen der Ost-Staffel fernzuhalten. „Um uns nicht im unteren Drittel orientieren zu müssen, müssen wir den Kampf annehmen. Das hat unsere Mannschaft verstanden. Wir müssen zeigen, dass wir trotz aller Verletzten, dort bestehen können.“ Auch Löhrs Co-Trainer Matthias Polifka appelliert inständig: „Wir müssen wieder in die Spur finden, warum auch immer wir sie überhaupt verlassen haben. Wir müssen einfach wieder zu unserem Spiel finden.“ Gelnhausen hatte zuletzt eine Serie von vier Siegen, die nun in Hanau beim Lokalderby gerissen ist.

 

Trainer geschasst

 

Zum vierten Vertreter im Bunde in dieser Region, der SG Bruchköbel, geht es erst im März. Die SGB kommt aber nächste Woche zum Heimspiel nach Schwetzingen. Bei ihr haben am Montag zu ersten Mal die so genannten Mechanismen des Sportgeschäfts gewirkt. Trainer Tomasz Jezewski wurde nach der sechsten Niederlage  in Folge (aus sieben Partien) der Stuhl vor die Tür gestellt. Die Entscheidung sei „gemeinsam“ gefallen, hieß es in einer Pressemitteilung, „weil beide Seiten der Meinung sind, dass die Mannschaft in dieser Situation einen neuen Impuls braucht.“ Für diesen Wechsel gab es wohl bereits im Vorfeld einige Anzeichen.

 

„Sanchez“ im Aufbautraining

 

Inzwischen hat bei Oftersheim/Schwetzingen nach seinem in Hanau erlittenen Beinbruch Alexander Sauer das Training wieder aufgenommen. Unter der Obhut von Physiotherapeutin Sandra Daub arbeitet er inständig an seiner Rückkehr in die Mannschaft. Mit den bisherigen Fortschritten ist er zufrieden: „Es läuft, nur die Krücken nerven noch.“ In der Gruppe unter Daubs Regie (oftmals auch bei den Auswärtsspielen, während die Kollegen sich warmmachen) ackern sich auch noch Sauers Bruder Lukas, Tormann Lucas Bauer und Kreisläufer Niklas Krämer ab. Sie wollen alle möglichst bald ins Team zurückkehren, müssen sich aber noch gedulden.