Eisenach allein am Gipfel

Jetzt steht Verfolgerduell Nußloch gegen Leutershausen an / Erster Coach muss gehen

Obwohl er aktuell nur sieben Partien zu verzeichnen hatte, war der 7. Spieltag in der Oststaffel der 3. Liga ein recht turbulenter. So setzte sich in der stark besuchten Spitzenbegegnung Eisenach gegen Nußloch durch, ein erster Trainer wurde gefeuert und auch sonst war einiges an Spektakel geboten. Zu viele unvorbereitete Würfe, zu schnelle Abschlüsse wurden hingegen von manchen Trainern an diesem Wochenende als Grund für ihre jeweiligen Niederlagen oder zeitweilige Schwächephasen ins Feld geführt.

ThSV Eisenach – SG Nußloch 28:22 (15:12) 

So auch bei der SGN von Christian Müller nach dem verlorenen Ligagipfel. Da nutzten auch zwölf Tore von Kevin Bitz wenig. Der ThSV war in der Breite besser aufgestellt und sah die Dinge naturgemäß anders. Eine starke Abwehrleistung hätte den Grundstock zur nun alleinigen Tabellenführung gelegt.

SG Leutershausen – TV Bruck 30:23 (17:14)

Der fünfte Sieg in Folge brachte die SGL nun auf Rang 3. Und am Sonntag geht es nach Nußloch. Bei einem Sieg würde der zweite Platz winken. Es sei ein Kampfspiel gewesen, meinte Leutershausens sportlicher Leiter Mark Wetzel. Denn der fränkische Aufsteiger ließ sich lange nicht abschütteln. Aber immer wieder sollte das „Zielwurfspiel“ (Brooklyn United) auf SGL-Keeper Jörn-Thore Döding (18) sein Wirkung zeigen.

HSG Hanau – TV Gelnhausen 26:22 (11:10)

Fünf Spiel in Folge war der TVG ungeschlagen, bei Main-Kinzig-Kreis-Rivale Hanau kam nun der Rückschlag. Dem Gastgeber wurde dabei eine kämpferisch starke Leistung bescheinigt, dafür sei es „kein schönes Spiel“ (HSG-Trainer Patrick Beer) gewesen. Gelnhausen geriet nach dem Seitenwechsel ins Hintertreffen als unter anderen zwei Siebenmeter verworfen wurden. Für Hanau geht es nun zum Nachbarn Bruchköbel, Gelnhausen erwartet Oftersheim/Schwetzingen.

HC Erlangen II – HSG Rodgau/Nieder-Roden 30:24 (17:8)

Erst nach der Pause waren die Hessen wieder ein halbwegs würdiger Drittliga-Gegner (25:21), zuvor hatten sie aber zeitweilig völlig den Durchblick verloren – und: „Vorne Bälle viel zu schnell weggeworfen“, schimpfte  HSG-Trainer Jan Redmann. Gegen Eisenach soll es für die HSG nun anders laufen, der HCE versucht sich in Baunatal.

HSC Coburg II – MSG Groß-Bieberau/Modau 17:26 (10:13)

Endlich ist der MSG der erste Sieg geglückt und fiel auch noch recht hoch aus, freuten sich deren Verantwortliche. Im ersten Kellerduell zogen die Hessen nun mit Coburg punktemäßig gleich, in der Tabelle vorbei. „Eklatante Wurfschwächen“ (HSC-Homepage) hätten dem Gast den Weg geebnet und auch sonst hätte nicht viel geklappt. Jetzt geht es bei Großsachsen um wichtige Zähler in Sachen Klassenerhalt. Die MSG will gegen Leipzig nachlegen.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – TVG Großsachsen 30:29 (16:12)

Wir haben viele Bälle leichtfertig weggeworfen“, klagte auch „Saases“ Trainer Stefan Pohl, der wie sei gesamtes Team kein Lob mehr über die TVG-Auftritte hören will, sondern lieber mehr Punkte auf dem Konto hätte. Aber als die Wetzlarer Simon Reisig in Griff bekommen hatten, waren sie lange Zeit am Drücker, bevor es über 22:22 und 29:25 noch einmal spannend wurde – auch wegen „schlechter Abschlüsse“ (Gießener Anzeiger) derm Heimischen, die nun nach Bruck fahren.

SG Leipzig II – SG Bruchköbel 32:23 (19:11)

Das zweite Kellerduell des Wochenendes brachte Bruchköbel die sechste Niederlage sowie die Rote Laterne ein und kostete wohl Trainer Tomasz Jezewski das Amt. Die Trennung wurde am Montag vollzogen. Die SG gab von Beginn an den Ton an (10:4), wankte einmal kurz (10:9) und zog anschließend uneinholbar von dannen. Jezewski monierte „Qualitätsprobleme und fehlende Wechselmöglichkeiten“ im Angriff seines Teams: „Wir waren nicht gut genug.“ Eine Aussage der Ohnmacht, die eventuell ihre Konsequenzen nach sich zog.