Breite Basis für neuen Angriff

Der Kader des Teams Badenliga ist von wenigen Ausnahmen abgesehen (Nico Neuer, Benjamin Schöfer (beide studienbedingt im Ausland), Erik Vobis (Laufbahnende), Moritz Schleyer (HG-Management) nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. In der Vorbereitung standen Coach Matthias Polifka und Spieltrainer Christoph Lahme aber noch erheblich mehr Akteure mit ambitionierten Vertretern der „Ic“ und aus dem Nachwuchs zur Verfügung. 

Wie sich die Mannschaft in der Runde nun jeweils präsentieren wird, hängt auch vom Zusammenspiel mit der Dritt-Liga-Truppe und dem Spielplan der A-Jugend ab. In der ersten Mannschaft ist aus dem 22-köpfigen Vorbereitungskader rein rechnerisch auch noch ein Überschuss vorhanden.

Über das Saisonziel hat sich Lahme schon Gedanken gemacht. Nach der Zitterrunde in der Aufstiegsspielzeit 2014/15 war der Klassenerhalt letztes Jahr und somit die Vorgabe „frühzeitig“ erfüllt. Ein paar verletzungsbedingte Ausfälle weniger, blickt er zurück, hätten den Nichtabstieg wahrscheinlich noch rechtzeitiger perfekt gemacht. Schließlich gab es gegen fast alle Topteams meist nur knappe Niederlagen und sogar etliche durchaus überraschende und von der Konkurrenz nicht unbedingt erwartete Erfolge (Tordifferenz minus 8) zu verzeichnen. Der Abstand zur oberen Tabellenhälfte betrug am Ende nur vier mickrige Punkte in einer engen Liga. Im Gegensatz zum Vorjahr gab es aber keinen Sieg gegen Lokalrivale HSV Hockenheim, dafür aber drei Zähler gegen den Ortsnachbarn TSG Eintracht Plankstadt.

 

Behaupteten im Hechtteich Badenliga

Auch der sportliche Leiter Martin Schmitt hält den Klassenerhalt der „Ib“, für etwas Besonderes. Schließlich habe sie sich mit ihren begrenzten Finanzmitteln im Hechtteich Badenliga behauptet. Da seien andere Mannschaften doch wesentlich besser ausgestattet.

Der Brandschutztechniker Polifka – dieser Beruf allein sollte schon für eine gewisse Absicherung sorgen –will sein neues Team nun nicht auf die Schnelle umstrukturieren. „Grundsätzlich ist es so, dass ich jetzt nicht alles verändere, was in der Vergangenheit gemacht wurde. Ich habe mir zuerst mal ein Bild über den Stand der Dinge gemacht. Und dann haben wir verschiedene Sachen vielleicht berichtigt beziehungsweise neue Dinge an die Mannschaft angepasst.“

Dass er diesen Job angenommen hat, liegt einer tiefen Verbundenheit zugrunde. „Das kann man gar nicht genau an einer Sache festmachen, aber ich würde es so beschreiben: Wenn es eine Chance gibt, sich in seinem Heimatverein zu engagieren, und die Möglichkeit besteht, eine Mannschaft mit Potenzial und jungen Talenten  weiterzubringen, dann empfinde ich das als sehr reizvolle Aufgabe.“

Bei dieser reizvollen Aufgabe hatten Polifka und Lahme schon in der Vorbereitung einige Höhen zu verzeichnen, aber auch Rückschläge blieben erwartungsgemäß nicht aus. Aber insgesamt gehen Trainer und Mannschaft mit viel Schwung und Optimismus in die neue Saison.