Es ist vollbracht!!! Die HG Oftersheim/Schwetzingen spielt nächste Saison erstmalig in der der 3. Liga. – Die Kurpfälzer Oberliga-Handballer bezwangen in einem wahren Endspiel vor denkwürdiger Kulisse den TSV Neuhausen auf den Fildern mit 29:22 (15:12). Die komplett ausverkaufte, zur „Nordstadthölle“ ausgerufene Spielstätte der HG wurde zu einem wahren Tollhaus, in dem lange nach Abpfiff wild gefeiert wurde. So etwas hat die inzwischen altehrwürdige Sportstätte seit Zweitligazeiten oder darüber hinaus nicht mehr erlebt.

Es war eines der intensivsten Oberliga-Spiele der letzten Zeit, vielleicht „das vom Niveau her beste“ der nun mit Erfolg abgeschlossenen Saison. Co-Trainer Frederik Fehrenbach muss es schließlich wissen, hat er doch im Laufe der gesamten Runde unzählige Videoaufnahmen der Konkurrenz studiert. Aber auch eher „neutrale“ Besucher, so denn welche in dem Hexenkessel waren, unterstrichen diese Ansicht. Beide Seiten wussten mehr als genau, um was es ging, nur der Sieger würde den Aufstieg feiern dürfen. Zwei spitzenmäßig vorbereitete Abwehrreihen machten es dem Gegner lange Zeit schwer zu seinen Torerfolgen zu kommen.

Trotzdem hatte der Hausherr mit 3:1 gleich die Nase vorne, hier setzte besonders Daniel Hideg erste Duftmarken seines Könnens. Regie führte dabei für den gesperrten Alexander Lemke umsichtig Simon Förch. Der etatmäßige Kreisläufer Lino Messerschmidt stand ihm dabei auf der rechten Rückposition zur Seite. Einzig beim 11:12 geriet der Hausherr in Rückstand. Ein Manko, das bis zum Pausenpfiff schnell wieder wettgemacht war.

Doch mehr oder weniger Dominanz kam auch danach noch nicht so recht zustande (18:17). TSV- Coach Sascha Prasolov hatte nun zum Mittel erst der einfachen, dann doppelten Manndeckung gegriffen. Hideg und Thorsten Micke, der zwischendurch die Kohlen aus dem Feuer holte, später Simon Förch wurden eng bewacht. Ein 24:20 (49.) geriet ins Wanken. Beim 24:22 (52.) wähnte sich mancher zurückversetzt nach Sandweier, wo in letzter Sekunde der vorzeitige Erfolg verpasst wurde.

Doch HG-Cheftrainer Martin Schnetz und sein Co hatten ihre Lektion gelernt. Mittels Auszeit wurde die Mannschaft auf einen genialen Endspurt eingestellt. Und mit einem beispiellosen Lauf von fünf Treffern in Folge bei gleichzeitig leidenschaftsvoller Deckungsarbeit wurde das ersehnte Ziel nicht mehr aus den Augen gelassen. Dann folgte die Party in Reinkultur. Vergessen waren drei verworfene Siebenmeter, Punktverluste in Wolfschlugen, Sandweier, Lauterstein oder zuhause gegen Kenzingen.

HG: Unser, Gabel; Messerschmidt (3), Fendrich, Förch (9/1), Gartner, Mehl (1), Kinscherf (1), Körner, Lahme, Kubitschek (2), Sauer (2/1), Micke (1), Hideg (10/2). mj