Bei ihrer Jahreshauptversammlung bestätigten sich die Funktionäre der Handball-Gemeinschaft 1997 Oftersheim/Schwetzingen mehrfach gegenseitig sich weiterhin auf einem guten Weg zu befinden. Sportlich wie finanziell – den Kernpunkten dieser Besprechung – seien alle Parameter im „Soll“. Daneben wurden noch einige Neuigkeiten vermeldet.

Dies gelt sowohl für den Förderkreisverein, wie dessen Vorsitzender Helmut Weber ausführte, der den gemeinnützigen Teil der Gemeinschaft (die HG ist kein eingetragener Verein) in Sachen Geld abwickelt. „Die Einnahmen sind leicht steigend, aber wir müssen weiter aktiv sein, Spenden zu sammeln, da auch die Ausgaben zunehmen.“ HG-Vorsitzender Peter Knapp würdigte deshalb auch dieses Gremium (bei einstimmiger Entlastung und Wiederwahl) als „eminent wichtig. Dank an alle, die dieses Volumen halten“. Ebenfalls problemlos wurden neue Passagen zur gegenwärtig omnipräsenten Datenschutz-Grundverordnung in die Vereinssatzung aufgenommen.

Für den sportlichen Bereich wurde ebenfalls der Schwerpunkt weniger auf einen Rückblick gelegt, als auf die aktuelle Situation. Sportlicher Leiter Martin Schmitt sah zum einen den Abschluss der ersten Mannschaft mit einem positiven Punktekonto als Erfolg an. Dass der letztjährige Drittliga-Sechste nun mit nur einem Punkt weniger drei Ränge schlechter abschnitt, sei wohl der berüchtigten Ausgeglichenheit der Südstaffel zuzuschreiben. „Auch mit der Entwicklung der Mannschaft, der Spieler, bin ich sehr zufrieden.“ Dies gelte ebenso für die „Zweite“, die in der Badenliga angesiedelt ist, die Nachwuchskräfte in Richtung der “Ersten“ entwickle.

Ein „Ausrutscher“ war indes die führungslose „Ic“, die aus der Kreisliga abgestiegen ist. Doch hier ist jetzt enorme Besserung in Sicht. Die ambitionierte und aufgerüstete Truppe steht nun unter ihrem neuen Coach Örs Konrad mitten in der Vorbereitung, soll sich zunächst konsolidieren. „Ich will nicht gleich von Wiederaufstieg reden“, hält Schmitt den Ball noch flach.

In der Vorarbeit auf die anstehende Runde steckt auch das Drittliga-Team, das „athletisch absolut top ist“ (Schmitt). Allerdings gestaltet sich der Ablauf der Übungseinheiten in der Halle mit dem abgespeckten und erneut stark verjüngtem Kader („so um die 21 Jahre im Schnitt“) zwischendurch etwas problematisch, da immer wieder Akteure aus diversen Gründen abwesend seien.

Positiv erwartungsvoll sei auch der Ausblick bei den Frauen, erklärte stellvertretend Jochen Kühnle für die verhinderte sportliche Leiterin des weiblichen Bereichs, Claudia Hettenbach. Hier sei der neue Trainer Jürgen Al-Shahwani bestrebt, die A-Jugend und das Team Badenliga noch mehr zu verzahnen.

Im Jugendbereich vermeldete dessen nunmehr alleiniger Leiter Markus Barthelmeß (Achim Grögeder ist kurzfristig wegen beruflicher Karriere-Entwicklungen zurückgetreten) beeindruckende Zahlen. „Es gilt einen Apparat von 14 Mannschaften mit über 300 Spielern zu organisieren – ohne Minis. Diese werden von vier Koordinatoren und 40 Trainer betreut, die allesamt eine hohe Qualität ausweisen.“ Die Top-Teams werden durchgehend von A- oder B-Scheininhabern angeleitet, der Rest sei im Besitz vom C-Schein, den auch etliche Spieler mit HG-Unterstützung schon absolviert haben. Barthelmeß will wie auch Schmitt weiterhin in die Anschlussförderung  intensivieren. Talente sollen auch zukünftig verstärkt über die A Jugend an die Aktiven herangeführt und integriert werden.

Ein großes Problem sah Barthelmeß allerdings darin, dass der Nachwuchsbereich ein Aushängeschild, „ein Musterbeispiel mit seinem Weg, um langfristig zu überleben“ (Knapp),  über die Grenzen der Kurpfalz hinaus sei. Die Hallenkapazität ist schon längst überschritten. Denn die HG übt auf viele Handballer der Umgebung eine starke Anziehungskraft aus. Hier müsse ernsthaft überlegt werden, Leute eventuell abzuweisen, respektive ihnen von einem Wechsel abraten. Dies unterstrich auch Schmitt: „Die Trainingssituation ist extrem knapp. Wir wollten eventuell schon Hallen anmieten – aber wo?“

Für den finanziellen Bereich berichtete der zuständige Gerd Junghans, „dass das Sponsorenaufkommen konstant bleibt, es könnte sich aber gerne steigern, zumal die Ligeneinteilungen von A-Jugend und erster Mannschaft sich deutlich im Budget niederschlagen.“ Chef Knapp meinte aber zusammenfassend als Schlusswort: „Wir kommen in immer ruhigere Gewässer, planen vorsichtig, gehen keine Risiken ein, auch wenn das Martin Schmitt in seiner Planung gewisse Grenzen setzt und nie zu 100 Prozent sicher ist.“ mj

Info: Die HG eröffnet nun eine eigene Geschäftsstelle in Oftersheim unter Leiterin Nadine Schmitt, Bismarckstraße 18, geschaeftsstelle@hghandball.de. Dauerkarten können bei Mike Seidling unter tickets@hghandball.de geordert werden.