Im vollbesetzten TV-Clubhaus stellten die Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen ihren Mitgliedern dieser Tage die „HGenda 2025“ vor. Die von der HG-Führung im Frühjahr verabschiedete Strategie legt die mittel- und langfristigen Ziele der HG fest. Intention des Infoabends war es, den aktiven Spielerinnen und Spielern, Eltern, Betreuern und Förderern die „HGenda 2025“ näherzubringen und ihnen gleichzeitig in einem Workshop die Möglichkeit zu geben, sich mit Feedback und Ideen an ihrer erfolgreichen Umsetzung zu beteiligen.

Zwar könne sich die HG, wie der Vorsitzende Peter Knapp eingangs deutlich machte, auf einen großen Kreis an Helfern und Unterstützern sowie auf funktionierende Strukturen verlassen. Doch seien die Aufgaben bei einem Spielbetrieb mit deutlich mehr als 20 Mannschaften so vielfältig und umfangreich, dass die ehrenamtlichen Kräfte jede Unterstützung  gut gebrauchen könnten. So wird es in Kürze – ein Ergebnis des anschließenden Workshops – eine Art „Job-Datenbank“ mit offenen Projekten und Positionen geben, die den Mitgliedern zeigt, wie sie sich aktiv einbringen können.

Eine weitere Herausforderung stellt für die Handballer die kontinuierliche Kommunikation mit den Mitgliedern in der HG-Familie dar, wie das Feedback einiger Teilnehmer in der von Vorstand Jochen Kühnle moderierten Workshopgruppe zeigte. So gibt es mit den sozialen Medien zwar viele zusätzliche Möglichkeiten zu informieren, aber all diese Kanäle wollen auch regelmäßig „bespielt“ werden. 

In der „HGenda 2025“ steht weiterhin das Ziel, erfolgreich Jugendarbeit betreiben zu wollen, an erster Stelle. Dabei streben die Handballer an, dass die Jugendteams jeweils in den höchsten Klassen auf Torejagd gehen. Das ist in dieser Qualifikationssaison nicht vollständig gelungen, wie Jugendleiter Markus Barthelmeß in seinem Status-Bericht einräumte. Er fügte hinzu, dass die HG aber auch weiterhin jedem Jungen oder Mädchen die Möglichkeit bieten wolle, in einer ihrem Leistungsvermögen entsprechenden Mannschaft zu spielen – auch das wahrlich kein einfaches Unterfangen. Der große Zulauf in den jungen Altersklassen bringe die HG immer wieder an ihre Kapazitätsgrenze und es sei nicht einfach, immer genügend qualifizierte Trainer und Übungsleiter zu finden, so Barthelmeß. Noch mehr Unterstützung aus dem Kreis der Eltern wünschte er sich beispielsweise, wenn es darum gehe, Praktikums- oder Ausbildungsplätze für die Jugendlichen in der HG anzubieten. Denn die HG wolle ihre Jugendlichen auch außerhalb des Spielfeldes bestmöglich unterstützen und fördern.

Solide finanzielle Verhältnisse und größtmöglicher sportlicher Erfolg bei den Aktiventeams stehen in der „HGenda 2025“ an zweiter und dritter Stelle. Vorstand Gerd Junghans verwies auf neue Sponsoringmöglichkeiten, etwa mit der bis Saisonbeginn in der Nordstadthalle installierten Videowand, und auf die Möglichkeit, die Jugendarbeit mit einer Spende an den Förderkreis zu unterstützen. Der sportliche Leiter Martin Schmitt erläuterte, dass das 3.-Liga-Team mittelfristig einen Platz in der Spitzengruppe anstrebe. Trainer Holger Löhr müsse aber schon jetzt wieder mit unvorhersehbaren und langwierigen Verletzungen einiger Akteure umgehen. Die Damen, die nach dem fünften Aufstieg in Folge nun in der Baden-Württemberg-Oberliga antreten, streben laut Claudia Hettenbach nachhaltigen Erfolg an und wollen nicht zu einer „Fahrstuhlmannschaft“ werden. 

Um all diese Ziele zu erreichen, will die HG die körperliche, kognitive und persönliche Entwicklung der Mitglieder bestmöglich fördern und die Chancen der Digitalisierung nutzen. Vorstand Michael Zipf verwies auf die neuen Aspekte der „HGenda 2025“: „Wir sind davon überzeugt, dass eine verstärkte Förderung der kognitiven Fähigkeiten und der Einsatz digitaler Hilfsmittel bei der Ausbildung unserer Spielerinnen und Spieler in Zukunft dazu beitragen werden, unsere sportlichen Ziele zu erreichen.“

Nicht zuletzt will die HG mehr Ehrenamtliche für ein Engagement in der HG-Familie begeistern. Dazu diente letztlich auch dieser Abend, der gerade für einige Eltern wertvolle Informationen bereithielt und sie animierte, sich in Zukunft in der HG zu engagieren.