HG O/S-Teams dürfen JBLH- und BWOL-Qualis spielen

Mit einem verlustpunktfreien ersten Rang im Vorausscheidungsturnier in Wössingen auf Landesebene erwarb die HG Oftersheim/Schwetzingen das Recht, an der Qualifikation im Bereich 5 des Deutschen Handballbundes (DHB) zur Jugend-Bundesliga (JBLH) teilzunehmen (25./26. Mai). Sie wurde vom Badischen Verband (BHV) jetzt dafür an den DHB gemeldet.

Nur in zwei Phasen tat sich das HG-Team schwer, seiner Favoritenrolle im vollen Umfang gerecht zu werden. So nach dem 3:0 gegen Gastgeber Walzbachtal, als der Vorwärtsdrang ein wenig durch individuelle Fehler eingebremst wurde. Nach der Pause stand dem 18:9 (7:5)-Sieg jedoch nichts mehr im Wege. Diese Dominanz wurde auch gegen Leutershausen/Heddesheim (erreichte ebenfalls die erste Qualifikationsrunde) an den Tag gelegt. Beim 24:6 (14:3) wurde bis in die letzte Minute Vollgas gegeben, obwohl die Trainer Christoph Lahme und Thomas Herr schon fleißig durch wechselten und experimentierten, wie auch beim 26:15 (11:9) in der abschließenden Partie gegen Nußloch. Auch hier stockte nach einer frühen Führung (6:2) der Angriffswirbel kurz. SGN-Coach Mario Donat griff zum Mittel immer offensiverer Angriffsformationen – bis hin zu einer 0:6-Deckung. Eigentlich ein gefundenes Fressen für die quirligen HG-Angreifer und an Chancen sollte es bis zum 13:11 auch nicht mangeln – nur an deren Verwertung.

HG: Grab, J. Beck, Steinbach; Zacharias (6), Arslan (1), S. Beck (13/2), Folz (2), Kruse (8/1), Kern (3), Clarius (15/3), Grausam (2), Trunk (3), Haase (2), Thüre (6), Polifka (4).

B-Jugend für BWOL

Ebenfalls für weitere Qualifikationsrunden wurde die B-Jugend der HG gemeldet, die wieder versucht die baden-württembergische Oberliga zu erreichen. Sie hatte sich gleichfalls zuerst der badischen Konkurrenz erwehren müssen (TGS Pforzheim punktgleich ebenfalls weiter).

HG: Otto, Berghoffer; Antritter (4), Beisel (1), Fischer (1), Kirschner, Merkel (5/4), Kern (9), Grimm (3), Zimprich (3), Fertig (9), Rudolf (3), Marmodee (1).

Zwischenstand zum weiteren JBLH- und BWOL-Qualiverlauf

Mit diesen Ergebnissen wollten sich aber die HG-Trainer nicht lange befassen, außer natürlich ihren negativen Aspekten. Doch im Großen und Ganzen ist der Blick voraus gerichtet. Und dabei ist es nicht einfach den Überblick zu behalten. „Jetzt wird es jedenfalls nichts leichter“, meinte Thomas Herr. 

Christoph Lahme, dem der kommende Modus nicht sonderlich fair erscheint, fasste dennoch noch einmal zusammen: „Die erste Partie gegen Walzbachtal war klassisch für eine neuformierte Mannschaft, die in dieser Formation zum ersten Mal zusammenspielte. Wegen der Abstimmungsprobleme und daraus resultierender Fehler haben wir uns zunächst schwer getan. Überragend ging es dann gegen ‚Hausen‘ weiter, wo wir eine brutale Abwehr stellten, mit starken Torhütern im Rücken.“ Auch den Erfolg in der abschließenden Partie sah der Coach „nie als gefährdet an. Das war eine relativ sichere Sache, was uns viele Wechsel ermöglichte, um Sachen auszuprobieren“.

 A-Jugend

Wie ist der Stand allgemein?

Zum Glück, muss man sagen aus Sicht aller Bundesliga-Aspiranten, gab es nur zwei Vereine, die sich neben den ersten Sechsplatzierten jeder Staffel (darunter Pforzheim/Eutingen, Rhein-Neckar-Löwen aus Baden, Konstanz in Südbaden, Göppingen, Bittenfeld für Württemberg und Konstanz als südbadischer Vertreter), sich über das Viertelfinale zur deutschen Meisterschaft der B-Jugend zusätzlich eine Teilnahme an der Bundesliga in der A-Jugend gesichert haben (Hochdorf, Münster). Denn die Staffelgrößen werden runtergesetzt, von 48 auf 40 Teilnehmer. So werden auch weniger freie Plätze über die Ausscheidungen in den fünf Qualifikationsbereichen sowie in der bundesweiten Endrunde vergeben. Momentan sind 26 Startplätze also bereits an den Mann gebracht, 14 sind noch zu haben, um die sich rund 60 oder mehr Teams bemühten, ein Teil ist bereits den Vorqualifikationen – teilweise sogar auf Kreisebene – zum Opfer gefallen. Darunter befinden sich in der Jugend-Szene so bekannte Namen wie Bietigheim, Echaz/Erms, Wallau/Massenheim, Kornwestheim oder Ferndorf.

Wie ist der Modus?

Bei den nun folgenden vier Turnieren übernächstes Wochenende mit 14 Mannschaften (zwei Dreier- und zwei Vierergruppen) im Bereich 5, dem Süden mit Baden-Württemberg und Bayern, haben die jeweiligen Landessieger der Vorausscheidung Heimrecht, so auch die HG O/S. Direkte Startplätze für die Bundesliga gibt es dabei jedoch noch nicht zu erben. Diese, drei Stück an der Zahl, werden erst in der Woche darauf (möglicherweise in Württemberg auf den Fildern) vergeben. Dabei wird in zwei Gruppen zu je vier Teams gespielt. Die Sieger sind in der JBLH. Die Zweitplatzierten spielen den dritten Direktqualifizierten aus. Der Verlierer und der Gewinner des Duells der Drittplatzierten „dürfen“ in die bundesweite Endrunde, für den Rest ist die Reise beendet. In der abschließenden Ausscheidung -  eventuelle an zwei Standorten – werden unter sieben Aspiranten die letzten beiden freien Tickets für 2019/20 vergeben.

Wer sind die Gegner?

Helmlingen und wahrscheinlich Balingen/Weilstetten werden selbst als Turnierausrichter wie die HG auftreten dürfen. In Bayern wird erst an diesem Wochenende die Rangfolge ausgespielt. Dort sind mit Allach, Erlangen, Coburg, Rimpar nur vier Teams, entsprechend der freien Qualiplätze gemeldet oder zugelassen. Als weitere zugeloste Konkurrenten könnten nun aus Südbaden Schutterwald oder die HSG Freiburg kommen, der ebenfalls Freiburger TSV Alemannia Zähringen ist rausgeflogen. Aus Württemberg sind Wangen, Neuhausen/Ostfildern, Bottwartal,  und die JSG Untere Fils möglicherweise im Anflug, eventuell – aber eher unwahrscheinlich – ist ein weiteres Aufeinandertreffen mit Leutershausen/Heddesheim.

 B-Jugend

Die B-Jugend hatte ihre Vorqualifikation zur Ausscheidung um die Oberliga-Plätze im Wettstreit mit der JSG Leutershausen/Heddesheim (23:16) und der TGS Pforzheim (16:16) erfolgreich abgelegt. Auch auf sie kommt nun ein etwas veränderter Wettbewerbsmodus zu. In zwei Gruppen (Zeit und Ort noch vakant, möglich auch in Schwetzingen und Oftersheim) mit Göppingen, Echaz/Erms, der TGS Pforzheim, Neuhausen/Ostfildern, Bietigheim, Konstanz und Schutterwald werden an die beiden Erstplatzierten Direktplätze vergeben. Die jeweiligen Dritten spielen die letzte freie Teilnahmekarte aus.

mj

 

 

 

-