In einer intensiven Badenliga-Partie gewann die weibliche A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen gegen die Spielgemeinschaft aus Rot und Malsch mit 27:25 (13:14) und bleibt damit weiterhin ohne Minuspunkte an der Tabellenspitze der Badenliga.

 Als hätte das Spiel gegen den alten Rivalen aus dem Heidelberger Handballkreis nicht schon genug Brisanz in sich gehabt, entschied sich die Hallenuhr mit Spielanpfiff, ihren Dienst zu quittieren. Der gewohnte Blick an die gegenüberliegende Wand auf die Restspielzeit und den Zwischenstand war nicht möglich. Mobiltelefone wurden auf der Auswechselbank gezückt und Zettel vollgeschrieben, wichtige Helfer an diesem Tag, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Die mit dem Uhrausfall verbundene Verzögerung von einigen Minuten steckte der Gast deutlich besser weg, die HG-Mädels fanden nicht ins Spiel und Rot/Malsch setzte diverse Ausrufezeichen (1:5/8.). Eine frühe Auszeit sollte das Spiel drehen, doch zunächst war es weiter der Gast, der das Geschehen bestimmte (2:7/12.).

Die, die jetzt in der gut gefüllten Halle noch etwas auf das Heimteam gesetzt hätten, wären sicherlich in deutlicher Unterzahl gewesen. Doch lautstark angefeuert von den Rängen, stellten sich die Spielerinnen der Aufgabe und verkürzten binnen acht Minuten, ehe Lena Förste von der siebenmeter-Linie ausglich (8:8/20.). Die kurz darauf verletzt ausscheidende Alena Kreisel erzielte mit 9:8 sogar die erste Führung. Die Partie war wieder völlig offen. Wie schon bei der B-Jugend zuvor, war es aber den Rot/Malschern vorbehalten, mit dem Halbzeitpfiff in Führung zu gehen.

Neu eingeschworen, auch dieses Spiel nicht aus der Hand geben zu wollen, kam das Team zurück auf die Platte. Warum es nach einigen Minuten aber wieder einen deutlichen Rückstand zu verzeichnen gab (13:17/34.) war unerklärlich. Aber was in Halbzeit 1 möglich war, sollte doch im zweiten Spielabschnitt auch nochmal gelingen. Mit der nötigen Ruhe stellte sich die Mannschaft der erneut schwierigen Aufgabe, verkürzte Tor um Tor. Dieses Mal war es Lenya Hanke vorbehalten, die erste Führung des Durchgangs zu erzielen (18:17/40.). Die Gäste schafften es jetzt nicht mehr, nochmals selbst in Führung zu gehen und beim 25:22 (55.) durch zwei Aylin Gedik-Tore in Folge war die Vorentscheidung gefallen. Als Lisa Magnus verletzungsbedingt nach ihrem Tor zum 26:23 nicht mehr in der Lage war zurücklaufen, nutzte Rot/Malsch die Gelegenheit nochmals, um zu verkürzen, aber der Sieg wurde letztlich nicht mehr aus der Hand gegeben.

 „Die Mannschaft hat heute über den Kampf ins Spiel zurück gefunden, eine Tugend, die in einer so engen Badenliga-Staffel unheimlich wichtig ist – gerade wenn es spielerisch mal nicht läuft“, lobten die Trainer Maurice Föhner und Roger Magnus nach dem Spiel. Gesamt-Jugendleiter Achim Grögeder ergänzte, dass die Mannschaft sich die Tabellenführung redlich verdient habe. „Jetzt als Spitzenreiter zum direkten Verfolger TV Brühl zu fahren, ist zwar eine schöne Geschichte, jedoch sind wir beim ehemaligen BWOL-Teilnehmer klarer Außenseiter und haben nichts zu verlieren, gerade weil wir erst mal sehen müssen, ob und wie die beiden Verletzten zurück kommen werden“, gab der Jugendkoordinator für den weiblichen Bereich, Andreas Föhner, einen Ausblick auf nächsten Samstag.

HG: Chiara Cardizzarro, Lea Lamm (Tor); Tera Bonelli, Alina Hilbert (2), Aylin Gedik (3), Lenya Hanke (2), Lena Förste (6/4), Lisa Magnus (7/1), Jessica Johann (2), Lena von Beeren, Luisa Oetzel (3), Alena Kreisel (1), Stephanie Much, Mia Barthelmeß (1).           af