Mit viel Vorfreude und Optimismus gingen die HG-Jungs zum sehr gut organisierten Kleinfeldtunier (Kunstrasen) in Ilvesheim. Beim insgesamt 16 C-Jugend-Mannschaften (5 davon in der Badenliga 2017/18) umfassenden Starterfeld gab es einige bekannte aber auch noch unbekannte Mannschaften.

 In der Vorrunde bekam es die HG mit der SpVgg Sandhofen, dem TV Schriesheim sowie der SG Vogelstang/Käfertal 2 zu tun. Ob sich die Spieler am frühen Sonntagmorgen schon fit und ausgeschlafen genug präsentieren können, davon konnte sich der mitgereiste Tross von Eltern und Freunden recht bald überzeugen.

 

Im ersten Spiel gegen die SpVgg Sandhofen entwickelte sich schnell eine einseitige Partie zugunsten der HG, was sich nur ansatzweise im Spielergebnis (17:4) niederschlug. Durch eine gute und offensive Abwehrleistung konnte der Gegner zwar aus dem Spiel heraus lediglich 2 Tore erzielen, jedoch blieben im Gegenzug viel zu viel klare Torchancen ungenutzt. Wie auch in den nachfolgenden Spielen der Vorrunde konnte das Trainergespann Madinger/Schmidt frühzeitig durchwechseln. Nicht zuletzt aufgrund der breit besetzten Bank konnte blockweise gewechselt werden, so dass jeder Spieler genügend Spielzeit bekam.

 

Im zweiten Spiel stand mit dem TV Schriesheim kein unbekannter Gegner gegenüber. Schon in der Qualifikation zur Badenliga querten sich die Wege. Beide Seiten wussten also, worauf man sich einstellen musste. Aber auch in diesem Spiel zeigten sich frühzeitig die spielerischen Fähigkeiten und das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff nach schnellen Ballgewinnen. So ließ die HG auch in diesem Spiel nichts anbrennen und gewann klar mit 18:7.

 

Das dritte und für das Weiterkommen eigentlich nicht mehr relevante Gruppenspiel wurde gleichwohl mit der nötigen Konsequenz gegen die zweite Mannschaft der SG Vogelstand/Käfertal begonnen. Das Ergebnis von 23:3 zugunsten der HG drückt auch hier die zum Teil sehr deutlichen spielerischen Unterschiede aus.

Somit war die Vorrunde mit drei Siegen aus drei Spielen eindrucksvoll überstanden. Klar war aber auch, dass im weiteren Turnierverlauf andere „Kaliber“ auf die HG warten würden.

 

Im Viertelfinale stand erneut die SG Vogelstang/Käfertal, nun aber mit der ersten Mannschaft, der HG gegenüber. Wie auch schon zuvor gegen die zweite Mannschaft lief alles nach Plan und die HG kam zu einem nie gefährdeten Sieg. Einziger Kritikpunkt war die, mitunter auch durch die nachlassende Gegenwehr des Gegners, zunehmende Nachlässigkeit und fehlende Konzentration in den Abschlüssen. Dies aber war klare Voraussetzung, wollte man sich gegen die im Halbfinale zu erwartenden stärkeren Gegner durchsetzen.

 

Im Halbfinale hieß es dann gegen die SG Edingen/Friedrichsfeld anzutreten. Gewarnt war die HG durch deren erfolgreiche gestaltete Qualifikation zur Badenliga. In einem sehr schnellen und anschaulichen Handballspiel kam zunächst die HG besser ins Spiel und konnte sich schnell mit 2 Toren absetzen. Danach zeigte sich aber, dass mit dem jetzigen Gegner eben ein  anderes „Kaliber“ gegenüberstand. Die Edinger leisteten verbitterten Widerstand und stellten die Angriffsbemühungen der HG bis zu diesem Turnierzeitpunkt erstmals vor größere Herausforderungen. Hierbei zeigte sich auch, dass der sog. „Schalter“ nicht einfach umzulegen war. Nach einem zwischenzeitlichen Ausgleich wechselte die Führung munter hin und her und keine Mannschaft konnte sich so richtig absetzen. Es kam, was in solchen Fällen kommen musste: Unentschieden (9:9) und die Entscheidung musste durch ein 7-Meter-Werfen getroffen werden.

 

Für die HG hielt Simon Otto gleich die ersten beiden Würfe bravourös. Der Gegner stand somit gleich unter Druck und die HG konnte immer wieder vorlegen. Schlussendlich reichte diese Führung aus, um das Spiel zu gewinnen. Eine Dramatik, mit der bis dahin und aufgrund der bisherigen Spielverläufe wohl niemand gerechnet hat. 

Viel Zeit zum Durchatmen blieb nicht, denn es galt im anschließenden Finale gegen die HSG Weinheim/Oberflockenbach anzutreten. Wie auch in den Spielen davor stand die Abwehr gut und ließ nicht viele Chancen zu. Jedoch wurden die gut herausgespielten Abschlussmöglichkeiten auch hier leichtfertig vergeben, so dass sich die HG nicht recht absetzen konnte. Die Weinheimer verstanden es, die eigenen Angriffe jeweils lang auszuspielen und bei drohendem Zeitspiel dennoch rechtzeitig einzunetzen. Die HG-Jungs wollten nunmehr unbedingt eine vorzeitige Entscheidung erzwingen. Zu diesem Zeitpunkt konnten einige lange Bälle und Tempogegenstöße der HG vom Gegner abgefangen werden. Am Ende sollte es aber trotzdem reichen; die HG gewann das Endspiel mit 10:9. 

Mit dem Abpfiff konnten die HG-Jungs ihrer Freude über den erwarteten Turniersieg in Ilvesheim freien Lauf lassen.

 

Ungeachtet dieses Erfolges hat der Turnierverlauf neben den Höhen aber auch Tiefen gezeigt, die in der weiteren Saisonvorbereitung abzustellen sind. Dazu ist schon am kommenden Wochenende Gelegenheit, wenn sich die HG zum C-Jugend-Hallen-Turnier in Ostfildern auf Reisen begibt.

 

Es spielten: Simon Otto, Lennart Beisel, Valentin Clarius, Luka Hartmann, Norman Merkel, Marc Kern, Till Nasgowitz, Felix Merkel, Victor Hof, Niklas Michalski, Larsen Angermann, Marcel Kind, Nick Busack, Trainer Jörg Madinger und Tobias Schmidt. 

MM