Nachdem die Röder-Sieben in der Saison-Vorbereitung recht unbeständige Auftritte hingelegt hatte, sollte zum Rundenbeginn beim Auswärts-Spiel am Bodensee ein Sieg eine erfolgreiche Saison einläuten. Doch letztlich kam es mit einer 25:26 (11:14)-Niederlage knapp anders.

Schon die erste Hälfte begann wenig verheißungsvoll. Schnell lag man mit 0:2 (3.) zurück. Im Gegensatz zu früheren Begegnungen ließen unsere Jungs diesmal nicht den Kopf hängen – über den Kampf kam man zurück ins Spiel. Bis zur 9.Minute gelang es einen knappen Vorsprung zu halten (5:4). Doch dann machte das HG-Team den Gegner wieder stark: Hundertprozentige Möglichkeiten wurden nicht verwertet (im gesamten Spiel wurden alle drei 7-Meter-Strafwürfe nicht genutzt) und individuelle Fehler nutzte Konstanz zum egalisieren und sogar in Führung zu gehen (6:8, 12.). Und wieder kam unsere Mannschaft zurück und konnte sich mit zwei Toren (11:9, 17.) sogar leicht absetzen. Leider gab der knappe Vorsprung der HG keine Sicherheit – wieder wurde das Spiel zum Ende der ersten Halbzeit aus der Hand gegeben (11:14, 25.).

Für den zweiten Durchgang konnte man also eine engagierte Leistung der Jungs aus der Kurpfalz erwarten. Enttäuscht wurde man in dieser Hinsicht nicht, doch setzte sich das glücklose Spiel aus Sicht der HG fort: Die gegnerische Mannschaft spielte Ihren Stiefel runter und nutzten jeden Fehler Ihrer Gäste schonungslos aus. Trotzdem ‚robbten‘ sich unsere Jungs nochmal an einen Sieg heran – in Minute 43 ging man sogar in Führung (23:22), nur um im folgenden Angriff der Konstanzer eine unnötige Zeitstrafe zu kassieren (44.). Damit war das positive Momentum flöten gegangen. Die heimische HSG bekam wieder Oberwasser und konnte zum wiederholten Mal in Führung gehen (23:25, 47.) Der HG-Ausgleich kam zu spät (25:25, 49.) – das Spiel hatte zu viel Kraft gekostet und dem Gastgeber gelang noch der glückliche Siegtreffer zum 25:26.

Leider fehlt es momentan in zu vielen Bereichen an der notwendigen Qualität, um ein durchschnittliches Team wie die HSG Konstanz zu besiegen. Kaum ein Spieler kann sein Potential über die gesamten 50 Minuten abrufen – sehr gute Aktionen werden im nächsten Augenblick durch grobe Fehler relativiert. Die eigenen Chancen werden fahrlässig nicht genutzt (7-Meter!). Dies wird auf Oberliga-Niveau bekanntermaßen sofort vom Gegner bestraft.

Die kämpferische Leistung der Mannschaft hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt. Sobald es gelingt den Fehler-Kanon abzustellen, werden solche Spiele in Zukunft sicher gewonnen.

Am kommende Wochenende (Samstag, 29.09.18 um 14.30 in der NSH) kommen die Rhein-Neckar-Löwen nach Schwetzingen.

HG: Berghoffer (TW), Röhling (TW), Beisel (1), Schlafmann (3), Kern, Trunk (6), Haase (5), Clarius (8), Michalski, Keller (1), Polifka, Thüre (1).