Die HG Oftersheim/Schwetzingen hat in der mit Spitzenmannschaften bestückten Staffel Mitte der Jugend-Bundesliga Handball keinen leichten Stand und auch keinen besonders guten Start. Im Vorfeld der nächsten Begegnung gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, dme Nachwuchsteam des Bundesligisten Wetzlar, sprachen wir mit den Trainern Daniel Müller und Thomas Herr.

Steht die HG schon unter einem gewissen Druck?

Daniel Müller: Natürlich ist es keine schöne Zeit, wenn man mit 0:6 Punkte in der unteren Hälfte der Tabelle steht. Aber dadurch machen wir uns nicht verrückt und stehen auch deswegen nicht zusätzlichen unter Druck. Wir wissen, dass wir uns jedes Spiel gesteigert haben und dadurch auch der erste Sieg immer wahrscheinlicher wird. Unser Schwerpunkt ist weiterhin jeder Spieler individuell weiterzubringen. Da sind wir auf einen sehr guten Weg und werden uns sicher bald auch mit einem Sieg belohnen.

Macht sich in der Truppe Resignation breit?

Thomas Herr: Ich denke nicht, dass es Resignation ist, sondern eher ein Art Motivation, endlich zwei Punkte zu holen. Die Spiele haben gezeigt, dass wir eigentlich uns nur selber schlagen und die Höhe der Niederlagen auch durch bestrafte Fehler selber bestimmen. Daher gehen wir auch am Wochenende wieder positiv in die Partie und werden 100 Prozent Einsatz und Willen zeigen, um möglicherweise die ersten zwei Punkte auf der Habenseite zu verbuchen.

Gibt es taktische oder personelle Änderungen?

Müller: Personell gibt es wieder ein paar Veränderungen zur Vorwoche. Leider hat sich Lucas Zacharias am Dienstag am Fuß verletzt und Dennis Folz ist noch von seiner Verletzung von letzter Woche nicht einsatzbereit. Aber Raul Seidenfuß und Jacob Clarius  kommen nun wieder nach ihrer Studienfahrt zurück. Steven Beck und Jonas Hideg waren krank und trainierten daher diese Woche nicht. Hier hoffen wir, dass sie am Sonntag wieder fit sind. Jan Zecevic und Alexander Zemella brauchen nach ihren langen Verletzungen noch ein bisschen Zeit, um in Topform zu kommen, sind aber auf einem guten Weg.

Herr: Wir haben uns die HSG angeschaut und werden über die gewonnen Erkenntnisse natürlich versuchen, durch taktische Mittel Unruhe in ihr Spiel zu bringen, um selber ins Spiel zu kommen.

Wie ist der Gegner einzuschätzen?

Müller: Die HSG hat eine sehr starke Rückraumachse. Hier müssen wir extrem aufpassen, damit wir nicht zu viele einfache Tore aus dem Rückraum bekommen. Ansonsten ist auch Dudenhofen/Münchholzhausen eine gute Mannschaft, die jeden Fehler eiskalt ausnutzen würde und schnell nach vorne spielt.  mj

 

HG Oftersheim/Schwetzingen – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (Sonntag, 16.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)