Mit viel Schwung und jeder Menge Akribie hatte die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen dieses Jahr die Qualifikation zur Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) gepackt. Das Trainer-Trio Daniel Müller, Thomas Herr und Julian Zipf hatte seine Jungs auf den Punkt vorbereitet. Dabei blieb sogar ein renommiertes Team wie jenes der JSG Balingen/Weilstetten auf der Strecke.

Aber nicht nur diese Württemberger werden der HG-Truppe als Gegner fehlen, denn sie wurden ja bekanntlich in der neu benannten Staffel „Mitte“ einsortiert. Hier warten teilweise die gleichen auswärtigen Spielorte auf den Nachwuchs wie bei der ersten Mannschaft in der 3. Liga (Coburg, Leipzig, Gelnhausen, Dutenhofen/Münchholzhausen, Erlangen, Hanau). In Hessen warten auch noch Melsungen/Körle/Guxhagen, Wallau/Massenheim und Hüttenberg, im nahen Unterfranken der Zweitliga-Unterbau von Großwallstadt und es geht noch zur Jugendabteilung des VfL Gummersbach, der sich ja eher dem „Westen“ zugehörig fühlt. Aus Großwallstadt kam von dessen Trainer Rudi Frank auch gleich die Kampfansage, dass er mit seinem Team einen der ersten beiden Plätze einnehmen will, obwohl er die Stärke der Staffel im Vergleich zum Vorjahr höher einschätzt und Leipzig als absoluten Favoriten ansieht.

Der gelungen Qualifikation folgte bei der HG eine nur kurze Pause und es wurde über den Sommer hinweg intensiv durchgearbeitet. Einer der Schwerpunkte war dabei die athletische Weiterentwicklung der Akteure. Pierre Heidicker, Markus Hörner und Christian Gervers sorgten so für ein Programm, dass im kraft-, ausdauer- und verletzungspräventiven Bereich Fortschritte bringen soll. Dies alles half allerdings Torwart Frederik Fauerbach wenig, der sich beim Turnier in Saarlouis eine schwere Knieverletzung zuzog und diese Woche operiert wird. Ebenso wird vorerst Kreisläufer Jan Zecevic mit einer Bänderverletzung am Fußgelenk noch pausieren müssen.

In die neue Erfahrung startet die HG jetzt am Sonntag gegen den TV Hüttenberg. Wir sprachen mit den Trainer über die sommerlichen Erfahrung und ihre Erwartungen.

Wie wird die Einteilung in die neue Staffel bei der HG gesehen?

Daniel Müller: In der Staffel Mitte haben wir Gegner, die wir sicher nicht so gut kennen wie die im Süden. Die Gegner uns aber auch nicht.  Wir freuen uns aber auf die Herausforderung, uns mit Mannschaften wie Gummersbach, Großwallstadt oder Melsungen zu messen.

Julian Zipf: Natürlich wären Begegnungen gegen die Junglöwen oder Pforzheim/Eutingen auch interessante Spiele geworden, allerdings nehmen wir die Einteilung auch so an.

Wie verlief die Vorbereitung?

Thomas Herr: Die war im Großen und Ganzen okay. Im athletischen Bereich haben wir gute Fortschritte gemacht. Allerdings hatten wir durch Urlaub, Verletzungen und aus anderen Gründen immer einige Spieler nicht im Training und konnten somit „nur“ im individuellen Bereich und in der Kleingruppe richtig arbeiten. Die letzten zwei Wochen haben wir gut genutzt, um uns weiter als Mannschaft einzuspielen.

Wie ist die Stimmung im Team?

Zipf: Absolut optimistisch und voller positiver Erwartungen. Nach den Wochen harter Arbeit zeigte sich dies auch beim abschließenden Mannschafts- und Grillabend mit Eltern, uns Trainern und Freunden.

Gibt es vorformulierte Ziele?

Müller: Natürlich wollen wir eine gute Platzierung erreichen. Aber für uns ist die individuelle Ausbildung der Spieler genauso wichtig. So wollen wir unsere Spieler im athletischen und handballerischen Bereich auf die nächste Leistungsstufe bringen. Aber auch der Bereich Eigenverantwortung hat einen hohen Stellenwert bei uns.

Wie werden die Chancen für das Auftaktspiel beurteilt?

Müller: Das erste Spiel ist immer schwer einzuschätzen. Wir werden aber gut vorbereitet sein und freuen uns sehr auf diese Partie. Wenn unser Leistungstrend so weitergeht, haben wir sicher eine gute Chance, dass die beiden Punkte bei uns bleiben. Zusätzlich hoffen wir auch, dass einige Zuschauer in die Halle kommen und uns reichlich unterstützen.

Wie schwer wiegen die Ausfälle von Fauerbach und Zecevic?

Müller: Das trifft uns natürlich schon sehr. Es nicht sehr erfreulich, dass Freddy uns jetzt für längere Zeit ausfällt. Wir hoffen, dass wir durch unsere gut aufgestellte medizinische Abteilung ihn in der Rückrunde wieder einsetzten können. Frederik ist ein Kämpfer und wird auch von seiner Seite aus alles dafür tun, um schnell wieder fit zu sein. Mit der Rückkehr von Jan rechnen wir aber früher. mj

HG Oftersheim/Schwetzingen – TV Hüttenberg (Sonntag, 14 Uhr, Karl-Frei-Halle Oftersheim)